Beverungen. Mit der Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga wird es für den VfB Beverungen wohl nichts mehr. Im Bezirksligaderby gegen den SV Borgholz/Natzungen kamen die Beverstädter über ein 2:2 nicht hinaus.
Damit die Motivation in den restlichen Partien des VfB Beverungen weiter hoch bleibt, dachte sich Spielertrainer Dennis Hustadt vor dem Anpfiff etwas Besonderes aus. Er schrieb die Vornamen seiner Spieler und die Nachnamen der Meisterelf des FC Bayern zusammen an die Tafel, damit die VfB-Spieler das Siegergen der Münchener verinnerlichen. Zum Sieg reichte es dann aber nicht.
Der Gast fand besser ins Spiel und kam vor allem über Standards immer wieder zu Chancen. In der 2. Minute leitet VfB-Keeper Holger Freisenhausen einen Freistoß von Marcel Oestreich noch so gerade an den Pfosten. Die darauf folgende Ecke köpft Ruben Vornholt nur knapp über das Tor. In der 18. Minute machte es der SV-Stürmer dann aber besser und nickt einen Eckstoß von Kai Dierkes zur Führung ein. Der Gastgeber zeigte sich zunächst geschockt und reagierte mit vielen Fehlpässen. In der 37. Minute dann aber der etwas überraschende Ausgleich: Hustadt hat viel Platz im Mittelfeld, marschiert zum Gäste-Strafraum und schießt präzise flach ins Eck. Torwart Stefan Henkenius machte bei dem Schuss nicht die beste Figur. Kurz vor der Pause gewann der SV-Keeper dann aber das Duell gegen den VfB-Trainer und pariert einen Kopfball stark.
In der Pause musste Freisenhausen verletzt ausgewechselt werden, doch Ersatzkeeper David Göllner zeigte eine ebenso starke Partie. In der 53. Minute kommt Borgholz Spielmacher Dierkes erneut nach Ecke zum Kopfball, doch Göllner kommt mit einer sensationellen Parade mit den Fingerspitzen noch an den Ball. Nur fünf Minuten später war er aber gegen Vornholts Kopfstoß nach einem Freistoß machtlos. Nach dem Treffer machte Beverungen dann wieder mehr nach vorne und so kam Borgholz häufig zu Konterchancen. Jan Gluns und Marcel Oestreich scheiterten aber frei vor Göllner.
Eine starke Einzelaktion brachte dem VfB in der 78. Minute dann den erneuten Ausgleich: Der bis dahin völlig abgemeldete Dennis Dittmer vernascht im Strafraum gleich zwei Abwehrspieler und schließt eiskalt zum 2:2 ab. "Das war ein gerechter Punkt. Borgholz hatte zwar etwas mehr Chancen, aber wir mehr Spielanteile. Ärgern tun mich aber vor allem die beiden Gegentoren nach Standards. Da sind wir nicht fähig uns richtig zu konzentrieren", erklärte Hustadt.