Warburg. Mit einer Rumpfelf schrammten die Sportfreunde knapp an einem Remis vorbei. Mit 1:2 unterlagen die Warburger gegen einen technisch überlegenen TuS Erkeln, wobei Trainer Sturm die Niederlage dem schwachen Schiedsrichter Özbay ankreidete, der sich mit einigen Entscheidungen in den Mittelpunkt rückte.
Beim Führungstreffer der Platzherren durch Alexander Iltner (22. Min.) beschwerten sich allerdings die Erkelner, dass sich Iltner vor dem Treffer mit seinen Armen unfair einen Vorteil verschafft haben soll. Mit kraftvollem Einsatz setzte sich der Warburger Torjäger dann gegen Ridderbusch durch und erzielte im Fallen das 1:0.
Dieser Vorsprung hatte aber nicht lange Bestand. Eine harmlose Aktion Kloidts an der linken Außenlinie wurde mit einem Foul geahndet, gedankenschnell schlug Boris Hartmann den Ball in den Fünfmeterraum, wo Sebastian Middeke aus einer klaren Abseitsposition den Ausgleichstreffer erzielte (25.). Zuvor hatte Semir Hajdarevic mit einem Distanzschuss die Latte getroffen.
Perfekt herausgespielt war indessen der Führungstreffer der Gäste. Der starke Irfan Hajdarevic schlug einen Diagonalpass genau in die Schnittstelle der Innenverteidigung und Sebastian Middeke vollstreckte aus kurzer Distanz eiskalt (40.).
Den besseren Start in die zweite Spielhälfte erwischten die Platzherren. Der gelernte Torsteher Arnd Fecke , der auf der rechten Abwehrseite eine starke Partie ablieferte, prüfte Erkelns Keeper Schmitz mit einem Volleyschuss aus 20 Metern. Auf der Gegenseite vergab Semir Hajdarevic aus kurzer Distanz freistehend (53.).
Strittig war eine Szene in der 55. Minute: Der bereits verwarnte Tim Lütkemeier riss den auf das Tor zueilenden Wengatz um, es gab zwar Freistoß, aber keine weitere Verwarnung.
In der Folgezeit hatte Wengatz allein drei Mal frei vor dem Erkelner Tor die Chance zum Ausgleich, auf der Gegenseite hätte aber auch Middeke für die Vorentscheidung sorgen müssen. "Ein Remis wäre in Ordnung gewesen", sagte 08-Trainer Sturm, während Erkelns Coach Narusevicius "einen verdienten Sieg" sah.