Sonnabend, 26.05.2012
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20.05.2009
Wright muss Tempo machen
Paderborns Guard ist vor dem zweiten Alba-Spiel im Formtief
VON FRANK BEINEKE

Geizt mit Punkten | FOTO: MARC KÖPPELMANN

Paderborn. Auf die Kritik aus Berlin reagiert Doug Spradley mit Humor. "Wir üben viel Handball. Und heute Abend steht Boxtraining auf dem Programm", witzelte gestern der Cheftrainer der Paderborn Baskets. Die Klagen von Alba Berlin, dass die Baskets am Sonntag bei ihrer 71:78-Niederlage in der Bundeshauptstadt unfair zu Werke gegangen seien, kann auch Spradley nicht ernst nehmen. Auf die Spielweise seiner Mannen beim zweiten Play-Off-Viertelfinale gegen Alba Berlin am morgigen Donnerstag (20.15 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) habe dies ganz sicher keinen Einfluss.

Die Wogen hatten sich gestern aber ohnehin ein wenig geglättet. Alba-Sportdirektor Henning Harnisch, der mit Nachdruck über rustikale Paderborner Basketballer geklagt und sich am Sonntag beim Handball gewähnt hatte, legte nicht mehr nach. Und Berlins Geschäftsführer Marco Baldi warnte lieber schon einmal vor dem schweren Gastspiel an der Pader. "Das Spiel am Sonntag war ein Witz zu dem, was uns in Paderborn erwartet", sagte Baldi dem Berliner Kurier.

Doug Spradley würde da wohl kaum widersprechen. "Wir werden erneut versuchen, Alba mächtig unter Druck zu setzen", betont der Baskets-Coach und hofft auf eine ähnlich gute Leistung wie am Sonntag. "Da haben wir im Vergleich zu den bisherigen Saisonspielen gegen Alba viel weniger Fehler gemacht. Wir waren deutlich konzentrierter", erklärt Spradley, der das Play-Off-Auftaktspiel mit seinen Schützlingen noch einmal per Video analysierte.

Dabei sahen Paderborns Korbjäger unter anderem die Gala-Vorstellung von Alba-Guard Julius Jenkins, der 20 Punkte zum Berliner Sieg beigesteuert hatte. "Wir müssen am Donnerstag versuchen, Jenkins zu möglichst schwierigen Würfen zu zwingen. Und wir müssen hoffen, dass er ausnahmsweise keinen guten Tag erwischt", sagt Spradley und fügt an: "Aber letztlich finden sehr gute Spieler immer einen Weg."

Paderborns Aufbauspieler Steven Wright hat auf dem Weg zu Korberfolgen hingegen offensichtlich ein wenig die Orientierung verloren. Am Sonntag erzielte der 25-jährige US-Amerikaner zum zweiten Mal in Folge nicht ein einziges Pünktchen. "Steven spielt derzeit zu kontrolliert. Er macht zu wenig Tempo", urteilt Doug Spradley, der bei seinen Guards eine Art Rollentausch ausgemacht hat: "Momentan bringt Lavelle Felton den Ball schneller als Steven. Dafür findet Lavelle derzeit nicht die richtige Balance zwischen Innen und Außen." Der Chefcoach hat daher bereits intensive Gespräche mit dem Duo geführt. "Beide müssen sich wieder auf ihre Stärken konzentrieren", sagt Spradley.

Exakt dies gelang in den letzten Partien Nathan Peavy. Der Baskets-Forward hat sein kleines Formtief überwunden und war in Berlin mit 20 Zählern bester Baskets-Schütze. "Er zögert nicht mehr so lange und fällt schnelle Entscheidungen", freut sich Spradley, der am Donnerstag auch auf den Faktor Publikum setzt. "Wenn du 3.000 Leute im Rücken hast, gibt dir das einen Extra-Push", sagt Paderborns Coach. Spradleys Hoffnung auf ein ausverkauftes Sportzentrum Maspernplatz dürfte sich erfüllen: Gestern waren mehr als 2.700 Tickets verkauft. Es sind nur noch rund 300 Stehplatzkarten zu haben.


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