MARATHON: Die beiden Ostwestfalen Schulz und Lappe gewinnen die zweite Auflage in Salzkotten
Salzkotten. Mechthild Lappe hatte gestern nach dem Zieleinlauf wie im Vorjahr allen Grund zum Strahlen. Die für den VfB Salzkotten startende Wahl-Hövelhoferin verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr und wurde erneut schnellste Frau auf der Marathon-Distanz.
Nach 3:22,29 überquerte sie unter viel Applaus von den Zuschauern hinter der Bande die Ziellinie am Sälzer Rathaus. "Die erste Runde war super. Später hatte ich dann ziemlich mit dem Wind zu kämpfen", sagt die vierfache Mutter. Zeit, um mit den rührigen Helfern am Getränkestand zu sprechen, hatte sie trotzdem. Denn fast die gesamte Strecke über war es ziemlich einsam um die 44-Jährige. Zum Glück war immer ein Radfahrer in der Nähe, der die Zuschauer mit einem Hinweisschild über das Teilnehmerfeld aufklärte. Es mag am gestrigen Wind gelegen haben, dass die Bestzeiten aus dem Vorjahr nicht ganz erreicht wurden - denn sonst waren die Wetterbedingungen für Langstreckler nahezu optimal. Werte knapp unter 15 Grad und keine nassen Grüße vom Himmel.
Ähnlich wie Mechthild Lappe dominierte auch Konrad Schulz die Konkurrenz bei den Männern. Der für "Die Unbestechlichen" aus Bielefeld startende Champion gab sich von Anfang an keine Blöße und erreichte nach 2:42,43 das Ziel. Eigentlich wollte der 43-Jährige eine Zeit um 2:31 Stunden laufen. Aber der zum Teil stark wehende Gegenwind in der Feldflur hatte ihm da wohl ein Strich durch seinen insgesamt 29. Marathon gemacht.
Dafür, dass der neue Titelträger von Salzkotten erst vor drei Wochen beim Berlin-Marathon mit von der Partie war, war das dennoch ein mehr als achtbares Ergebnis. "Ich muss schon ein bisschen verrückt sein", bekannte er nach dem Zieleinlauf.
Während Vorjahressieger Matthias Nahen auf Rang vier lief, erkämpfte sich der vereinslose Newcomer Christian Fiedler aus Paderborn den fünften Platz. Insgesamt bestritten gestern 650 Aktive die beiden angebotenen Distanzen. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren es noch über 700 gewesen. Organisationsschef Manfred Schnieders schob den Rückgang auf das schlechte Wetter am Samstag und auf viele Konkurrenzveranstaltungen. Der Stimmung entlang der Strecke tat das jedoch keinen Abbruch.
Auch in den Ortsteilen Scharmede, Thüle und Verne wurden die Läufer immer wieder angefeuert und von viel Applaus begleitet. Mit Transparenten und Schildern munterten sie die Aktiven immer wieder auf und sorgten zum Teil für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.