1.271 Starter beim 5. Klingenthal Sport Marathon trotzen dem Wetter
Salzkotten. Mathias Nahen aus Bad Driburg und Mechthild Lappe vom Lauftreff Elsen-Wewer haben die Regenschlacht beim 5. Klingenthal Sport Marathon von Salzkotten gewonnen. Über die halbe Marathon-Distanz triumphierten Tomás Bláha aus der tschechischen Partnerstadt Bystrice und Franziska Stebner vom LC Paderborn. Den stark frequentierten Staffelwettbewerb sicherte sich ein Team vom Gymnasium Antonianum Geseke.
114 Aktive der insgesamt 1.271 Starter wagten sich an die Langdistanz. Dies führte für die Marathonis mitunter zu reinen Duellen gegen "den eigenen Schweinehund." Denn nach einer "schönen, gemeinsamen ersten Runde" gestaltete sich die zweite Schleife für Gesamtsieger Mathias Nahen aus Bad Driburg "als sehr einsam". Eine Zeit von 2:50 Stunden hatte er sich vorgenommen. Dass es dann angesichts der Umstände eine 2:42, 48 wurde, freute den Langstreckler sichtlich.
Mechthild Lappe ließ sich etwas mehr Zeit und war fast auf die Sekunde exakt nach 3:33,33 Stunden im Ziel. "Laufen im Regen ist mal was anderes und auch eine Erfahrung wert", stellte sie zufrieden fest. Für sie war es der vierte Sieg in Salzkoten beim fünften Start. Unterwegs habe sie angesichts des Regenwetters nicht so viel trinken müssen "und die Waden waren immer super." Zur Auflockerung und gegen die Einsamkeit auf der Strecke hörte sie unterwegs Musik. "So querbeet, das haben mir meine Kinder aufgenommen", verriet sie.
Schneller als erwartet war der Sieger im Halbmarathon-Rennen (314 Starter) im Ziel. Tomás Bláha aus Bystrice siegte in 1:13, 14 Stunden. Der Sieger gehört zu einer sechsköpfigen Läufergruppe aus der Partnerstadt in Tschechien. Die gut 880 Kilometer nach Salzkotten hatten auch "fünf Fans" mit angetreten, berichtete Wladislawa Beliskowa. Zweiter im Ziel war der Paderborner Dirk Raabe (1:17,10 Std.). 1:20 hatte sich der Zollbeamte bei seinem erst dritten Halbmarathon vorgenommen. Und war so mit seiner Zeit sehr zufrieden.
"Die Witterung war ideal", outete er sich als Regenspezialist. Mit 1:25,03 Stunden legte auch Franziska Stebner (LC Paderborn) eine respektable Zeit hin. Einsam war es für sie auf der Strecke keineswegs. Sie habe stets Läufer in ihrer Nähe gehabt. Und dazu hatte sie als Führende im Halbmarathon "auch eine sehr nette Radbegleitung dabei", sagte sie. Der Lauf im Regen sei für sie sehr viel angenehmer gewesen, als in der Hitze der Vorjahre. Wo sie ihren nächsten Start absolviert, "lasse ich locker auf mich zukommen. So genau habe ich den Sommer nicht durchgeplant", meinte sie im Ziel.
Eine richtige Überraschung hatte der 10 km-Lauf mit Start in Thüle und Ziel in Salzkotten parat. Sieger wurde der 22-jährige Holger Schulte aus Salzkotten. Der Schießsportler absolvierte nach dem Osterlauf erst seinen zweiten Zehner und überraschte bei Kilometer drei mit einem Zwischenspurt, dem keiner folgen konnte. 42:43,8 Minuten benötigte er. Für "nur so aus Spaß" eine ordentliche Zeit. Schnellste Frau über diese Distanz war die 21-jährige Bielefelder Sportstudentin und Handballerin Anja Sauerland (47:49,3), die "noch nie in meinem Leben" diese Distanz angegangen war. "Das bisschen Regen war super" befand sie im Ziel. Alle Ergebnisse im Internet unter
www.salzkotten-marathon.de