Paderborn (JS). Es sind keine einfachen Zeiten für den SC Paderborn 07. Sportlich sind die Kicker schon seit Monaten auf der Talfahrt in die dritte Liga. Um die Zukunft des Stadionbaus wird am runden Tisch, genauer in der Mediation gerungen. Und nun ist erneut Justitias Weisheit gefragt. Denn Michael Born, kürzlich geschasster Sportlicher Leiter, klagt gegen seine Kündigung.
Zeitgleich mit Trainer Holger Fach hatte Anfang Februar Born erfahren, dass der SCP auch auf seine Dienste als Sportlicher Leiter keinen Wert mehr legt. Doch der zunächst ausgesprochenen Freistellung folgte acht Wochen später die Rote Karte in Form einer fristlosen Kündigung.
Die aber will der Vater dreier Kinder nicht hinnehmen. "Ich möchte meinen Job wieder haben", sagt Michael Born und klagt nun vor dem Paderborner Arbeitsgericht. Dort scheiterte gestern der Gütetermin. "Hier und heute hat das keinen Sinn," befand SCP-Rechtsanwalt Dr. Rüdiger Völkel und und regte sogleich einen Kammertermin an, also eine Verhandlung, zu der unter Umständen auch Zeugen geladen werden. Bis Donnerstagabend habe man versucht, eine Regelung zu finden, allerdings ohne Erfolg, erklärte Völkel der Vorsitzenden Richterin Sandra Lücke-Claes.
Eine Aussage, die Michael Born bestätigte. Man habe sich nicht über die Höhe der Abfindung einigen können, sagte er gestern auf Anfrage. Schließlich sei er ja immerhin seit zwölf Jahren beim SCP und damit im Profifußball beschäftigt. "Das hat eine gewisse Wertigkeit. Bei der Auflösung des Vertrages geht es nicht um Pfandgeld." Und außerdem sei da ja auch noch seine Familie. "Ich habe da eine Verpflichtung."
Doch schon die Kündigung an sich macht dem 40-Jährigen zu schaffen. "Ich möchte gern mal wissen, warum man mir kündigt." Denn bislang hüllt sich in dieser Frage die Vereinsführung in Schweigen. Aber nicht nur Michael Born gegenüber. Auch gestern vor Gericht mochten sich weder Rechtsanwalt Völkel noch Vizepräsident Martin Hornberger zu den Kündigungsgründen äußern. "Dazu sagen wir hier und heute nichts. Das bekommen Sie schriftlich", so Völkel.
"Das sind Dinge, die für mich sehr unangenehm sind", sagte Born mit Blick auf die starken Belastungen, die eine fristlose Kündigung mit sich brächte. "Die möchte ich geklärt haben." Dennoch schaue er sich momentan auf dem Arbeitsmarkt um. Aber die Stellenangebote seien nicht sehr zahlreich gesät. "Es sind auf diesem Sektor die Möglichkeiten doch begrenzt", erklärt der 40-Jährige. "Bei den Geschäftsführern dreht sich das Karussell nicht so sehr wie bei den Trainern."
Doch trotz der momentanen Streitigkeiten kann sich Born eine Rückkehr zum SCP durchaus vorstellen. "Man soll nie ,nie’ sagen."














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