Paderborn. Echte Vorfreude bei Markus Bollmann. Als Mitglied der Paderborner Zweitliga-Aufstiegself von 2005 noch eine echte Bank im SCP-Team, zog es den Innenverteidiger dann im Sommer 2006 zum OWL-Rivalen Arminia Bielefeld in die 1. Fußball-Bundesliga. Dort spielt er jetzt im dritten Jahr und hat sich sowohl "sportlich als auch privat" in der Leinenstadt inzwischen bestens akklimatisiert. Heute Abend kommt es zum Wiedersehen, wenn "Bolle" mit seinem aktuellen Brötchengeber zum Testspiel gegen den Ex-Klub aufläuft (19 Uhr Paragon-Arena).
Seine bevorstehende Stippvisite ins neue Paderborner Fußballstadion ist allerdings keine Premiere. Am zweiten Drittliga-Spieltag der laufenden Saison war er dort schon Augenzeuge des 1:1-Remis der Dotchev-Elf gegen die SpVgg. Unterhaching. Jetzt will der Ehemalige auch das Gefühl, "endlich mal dort spielen zu dürfen, so richtig genießen." Aus den hinlänglich bekannten Gründen sei ihm das zu SCP-Zeiten ja bekanntlich versagt geblieben.
Wie Bollmann gestern bestätigte wird sein Cheftrainer Michael Frontzeck im Gegensatz zum Kollegen Pavel Dotchev in diesem Sparring durchaus seine beste Elf aufbieten. "Bei uns sind die Voraussetzungen ja anders", sagt "Bolle", schließlich sei der SCP aktueller Spitzenreiter "und wir spielen um den Klassenerhalt." Deshalb sei ein kollektives Erfolgserlebnis für die Arminia als entsprechender Muntermacher im Überlebenskampf "in unserer Situation dringend von Nöten."
In den sieben Partien, die in der laufenden Saison bis dato über die Bühne gingen, wurde der Abwehrspieler fünf Mal eingesetzt. Deshalb fühlt er sich in Bielefeld durchaus als "Stammspieler, immerhin habe ich seit meinem Wechsel weit mehr als die Hälfte aller Begegnungen bestritten." Dass er auch in der Spielzeit 2008/09 erneut gegen den Abstieg spielen muss, damit hat sich Bollmann längst abgefunden. Ein Verein, der stets mit einem der kleinsten Erstliga-Etats arbeite, müsse wohl mit derartigen Konsequenzen leben. Angesichts der sportlich zu erwartenden Entwicklung möchte er zurzeit aber keinen ernsthaften Gedanken an einen möglichen Bielefelder Marsch in die 2. Liga verschwenden.
Dann wäre ein Punktespiel in der Serie 08/09 zwischen Paderborn und Arminia nicht ausgeschlossen. "Nein, das will ich wirklich nicht", sagt der gelernte Innenverteidiger, "Paderborn muss aufsteigen und wir müssen drinbleiben." Bei dieser Konstellation sei seine persönliche Fußball-Welt auch weiterhin "völlig in Ordnung."














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