Paderborn. Rot-Weißes Trassenband am Spielfeldrand der Paderkampfbahn und ein Hinweisschild, das fast schon älter ist als Methusalem: Sportplatz gesperrt. Unterschrift: Der Stadtdirektor. Während dieser Posten im Zuge der neuen kommunalpolitischen Strukturen längst entsorgt wurde, hat das weiße Blechschild mit schwarzem Rand bis heute also überlebt.
Streng genommen hätte Pavel Dotchev den Trainingsauftakt 2009 also durchaus auf dem gewohnten Terrain durchführen können, weil es in Paderborn doch schon länger gar keinen Stadtdirektor mehr gibt, der ihm das hätte verbieten können.
Spaß beiseite, angesichts der gestrigen äußeren Bedingungen war dem Cheftrainer des SC Paderborn nicht unbedingt zum Lachen zu Mute. Das hoch verschneite Geläuf des angestammten Trainingsgeländes ließ dem Coach einfach keine andere Wahl. Der Aufgalopp 2009 musste in die Halle des Sportzentrums verlegt werden. Kurz nach 15 Uhr startete dort, wo 24 Stunden zuvor noch das runde Leder beim Padercup rollte, eine erste lockere Übungseinheit im neuen Jahr. Ganz vollzählig war der Kader indes nicht. Karsten Fischer (Grippe), Sören Brandy (Sprunggelenk, wird laut Dotchev auch nicht mit ins Trainingslager reisen) und Florian Mohr (muss aufgrund seiner Kniebeschwerden weiterhin kürzertreten) fehlten beim Auftakt.
Keeper Sebastian Lange laboriert weiterhin an den Nachwehen seines Meniskusrisses und erschien erst gegen 16 Uhr im Sportzentrum, um mit Torwarttrainer Zsolt Petry sein Aufbau-Training zu forcieren. Auch in den nächsten Tagen wird das Trainergespann aufgrund der Wetterprognosen wohl weiterhin improvisieren müssen.
Wie bereits an anderer Stelle dieser Ausgabe berichtet, fällt zudem das für den kommenden Freitag geplante Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach aus. Nach einer Krisensitzung der Verantwortlichen am Mittag wurde diese Entscheidung gestern Nachmittag bekanntgegeben. Um das Spiel überhaupt möglich zu machen, hätten kurzfristig 8.000 Quadratmeter Spielfläche, 28.000 Quadratmeter Parkflächen und auch ein Großteil der Tribünen von der weißen Pracht befreit werden müssen. Diese Massen entsprechen einem Volumen von 200 LKW-Ladungen. Wie der geschäftsführende SCP-Vizepräsident Martin Hornberger erläutert, wäre das "ein organisatorischer und finanzieller Kraftakt geworden".
Eine Garantie, dass das Match tatsächlich hätte stattfinden können, gäbe es dann aber noch immer nicht. Trotz Rasenheizung könne die Oberschicht des Grüns am Spieltag immer noch gefroren sein. Zurzeit bemühen sich die Verantwortlichen um einen möglichst zeitnahen Ersatztermin. Über die weitere Gültigkeit der bereits erworbenen Eintrittkarten oder den möglichen Umtausch wird der SC Paderborn rechtzeitig informieren.














stehenden Code hier ein*: