Paderborn. Die Leistungsanforderungen sind sicher nicht von schlechten Eltern. Im Zuge des gestrigen Laktat-Tests wurden alle Sünden während der kurzen Weihnachtspause im Ahorn-Sportpark gnadenlos geoutet. Als Augenzeuge dieser vom Sportmedizinischen Institut der Uni Paderborn durchgeführten Aktion registrierte der Assistenz-Trainer des SC Paderborn am Ende indes "keine besonderen Vorkommnisse und keinen einzigen Aussteiger".
Im Gegenteil: Während die realen Werte zurzeit noch ermittelt werden, präsentierte sich die Aktivitas des Fußball-Drittligisten zumindest augenscheinlich in Topform. Dass selbst die Torhüter Kasper Jensen und Nico Burchert die läuferischen Einheiten zwischen den Blut-Entnahmen mit Bravour meisterten, davon war "Assi" Asif Saric in Abwesenheit von Cheftrainer Pavel Dotchev, der erst heute von einem Kurztrip aus Bulgarien zurückerwartet wird, sogar selbst ein bisschen überrascht. Die Anforderungen bestehen immerhin aus fünf Laufeinheits-Intervallen (1.600, 1.200, 1.200 1.600m) sowie 2.000 Meter lockeren Auslaufens. Nach 60 Minuten war diese Prozedur inklusive des zwischenzeitlichen Ohrläppchen-Stechens passé. Besonders auf der 1.600-m-Strecke müsse das Tempo dann deutlich angezogen werden. In diesem Leistungsabschnitt bliebe nämlich so mancher Bundesliga-Brasilianer regelmäßig auf der Strecke, weiß Saric zu berichten.
Für Diplom-Sportwissenschaftler Reinhard Schnittker, der die Aktion gemeinsam mit vier weiteren Kollegen und Kolleginnen betreute, ist der SCP in Sachen Laktat-Tests übrigens nicht die einzige Adresse. Schon seit zehn Jahren zählt beispielsweise auch der SV Werder Bremen dazu.














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