Bad Wörishofen (WS). "Bulle" hatte einst einen tierisch harten Schuss. Dieser besonderen Begabung hat Franz Roth auch seinen berühmten Beinamen zu verdanken. Zwischen 1966 und 1978 schrieb der inzwischen 62-Jährige mit dem FC Bayern München etliche Erfolgs-Kapitel bundesdeutscher Fußballgeschichte. Seit 28 Jahren betreibt der gebürtige Memminger in Bad Wörishofen jetzt ein Sportgeschäft. "Sportmoden Franz Roth" steht in weißen Lettern über den Schaufenstern des Ladenlokals an der Bürgermeister-Stöbl-Straße.
Samstagmorgen, 21. März, 2009: Der "Bulle" ist in seinem Element. Im Laden herrscht Rush-Hour. Einkäufe geraten hier fast zur Nebensache. Zentrales Thema: Die aktuelle Lage des FC Bayern vor dem Spiel gegen den KSC, das Roth rund fünf Stunden vor dem Anstoß übrigens 4:1 für München tippt. Auch Christian Schreier schaut kurz vorbei. Paderborns Teammanager hatte tags zuvor ein Bayern-Trikot für seinen 21-jährigen Sohn Maximilian als Mitbringsel aus dem SCP-Kurz-Trainingslager in Auftrag gegeben. Beflockt mit der Nummer 9 und dem Schriftzug Toni. Das wird pünktlich geliefert.
Samstagmorgen, 21. März, 2009: Der "Bulle" ist in seinem Element. Im Laden herrscht Rush-Hour. Einkäufe geraten hier fast zur Nebensache. Zentrales Thema: Die aktuelle Lage des FC Bayern vor dem Spiel gegen den KSC, das Roth rund fünf Stunden vor dem Anstoß übrigens 4:1 für München tippt. Auch Christian Schreier schaut kurz vorbei. Paderborns Teammanager hatte tags zuvor ein Bayern-Trikot für seinen 21-jährigen Sohn Maximilian als Mitbringsel aus dem SCP-Kurz-Trainingslager in Auftrag gegeben. Beflockt mit der Nummer 9 und dem Schriftzug Toni. Das wird pünktlich geliefert.
Ohne Fachsimpeleien über die guten alten Zeiten geht dieser Deal natürlich nicht über die Bühne. Auch Roth, der seine aktive Zeit drei Jahre vor dem Einstieg des Paderborner Teammanagers ins Profigeschäft beendet hatte, erinnert sich bestens an den Mann in der blauen SC Paderborn-Jacke, der ihm jetzt gegenübersteht. "Der Schreier war ein ganz hervorragender Mittelfeldspieler", sagt "Bulle" , "der hat den FC Bayern mit Leverkusen ab und zu ganz schön geärgert."
Übers aktuelle Champions-League-Los der "Klinsmänner" gegen Barcelona wird natürlich auch gesprochen. Ein gutes Stichwort für Schreier, der zu diesem Thema beiträgt, dass ausgerechnet "ich doch 1988", bevor er später mit Bayer den UEFA-Cup gewann, im Viertelfinale in Barcelona den 1:0-Siegtreffer "nach einem 40-, 50-Metersolo im Viertelfinale" beisteuerte. Auch Oliver Kahns Schalke-Ambitionen kommen später noch aufs Tapet. Roth traut dem "Olli" das "wirklich zu", aber sein Kunde Jörg Mebold, der regelmäßig mal bei "Bulle" auf der Matte steht, ist da schon wesentlich kritischer, befindet aber, dass "auf Schalke doch eh keiner mehr was kaputt machen kann". Karten fürs Bayern-Rückspiel gegen Barcelona werden über Roths beste Quellen übrigens auch noch schnell geordert. Während SCP-Trainer Pavel Dotchev die Zusage für seine beiden Wunsch-Tickets bereits in der Tasche hat, muss an Schreiers "ernstem Anliegen", möglichst deren fünf zu ergattern, unterdessen noch ganz massiv gearbeitet
werden.














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