Augsburg (dpa/stick). Wegen anhaltender Erfolglosigkeit gaben die Verantwortlichen des Zweitligisten FC Augsburg am Montag die vorzeitige Trennung von Trainer Holger Fach zum Saisonende bekannt. Die Mannschaft des ehemaligen Paderborner Coaches wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg und ist vom sechsten auf den zwölften Tabellenplatz abgerutscht. Für Holger Fach ist es die vierte vorzeitige Entlassung als Fußball-Trainer eines Erst- oder Zweitligisten innerhalb von fünf Jahren.
In einem Krisengespräch am Montag sprach die Vereinsführung dem 46-jährigen zwar das Vertrauen aus, verabredete jedoch gleichzeitig, die Zusammenarbeit vorzeitig zum 30. Juni 2009 zu beenden. Fachs Vertrag war nach dem Klassenerhalt im vergangenen Sommer um zwei Jahre bis 2010 verlängert worden.
Während der Krisensitzung habe der Ex-Nationalspieler am Montagmorgen nach Vereinsangaben "bekräftigt, dass unter seiner Leitung die gemeinsam gesteckten Ziele nicht in Gefahr sind". Der Trainer betonte, seine in der Rückrunde noch sieglose Mannschaft in die Erfolgsspur zurückführen zu wollen. "Diese Sichtweise stimmt mit der der Vereinsführung überein, so dass Trainer Holger Fach weiterhin das Vertrauen ausgesprochen wird", hieß es in einer Erklärung des Vereins.
Sofortige Ablösung war im Gespräch
Nach der 1:2 Heimniederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen war kurzzeitig auch eine sofortige Ablösung des Trainers im Gespräch: "Wenn man die ersten 45 Minuten zum Maßstab nimmt, muss man sich große Sorgen machen", hatte FC-Manager Andreas Rettig nach der Partie erklärt. In akuter Abstiegsgefahr befindet sich die von Fach trainierte Mannschaft indes nicht. Derzeit haben die Augsburger nach 24 Spielen 30 Punkte auf ihrem Konto und damit ein Polster von sechs Zählern auf den 16. Tabellenplatz, der die Relegation bedeuten würde. Der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt zehn Punkte.
Gespräche über die Nachfolge Fachs würden "zeitnah geführt", gab der Verein bekannt. Als Favorit wird im Augsburger Umfeld Jos Luhukay gehandelt. Luhukay war wie Fach bereits als Trainer für Borussia Mönchengladbach und den SC Paderborn tätig. Über Luhukay war schon im vergangenen Herbst spekuliert worden, als Fach nach schwachem Saisonstart ebenfalls in Bedrängnis geraten war, ehe er sich mit einer Erfolgsserie retten konnte.
Fach ist nicht der einzige Augsburger, der einmal auf der Gehaltsliste des SC Paderborn stand. Auch Co-Trainer Dariusz Pasieka, Physiotherapeut Jörg Liebeck sowie Abwehrspieler Thomas Kläsener, Mittelfeldakteur Andrew Sinkala und Torhüter Lukas Kruse arbeiteten zuvor für den SC Paderborn.














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