München. Noch beim Abschlusstraining in Bad Wörishofen hatte Paderborns Cheftrainer seinen Kader "vor diesen kleinen frechen Bayern-Bubis" nachhaltig gewarnt. Mit flinken seitlichen Trippelschritten durch einen Hütchen-Parcours und anschließenden Sprints in der Vorwärtsbewegung, "die wir am Sonntag brauchen werden", wollte Pavel Dotchev dem FC Bayern II an die Lederhosen.
Trotz der akribischen Vorbereitung mit dem eigens vorgeschalteten Kurz-Trainingslager in Bad Wörishofen stand der SC Paderborn vor offiziell 900 Zuschauern im Münchener Stadion an der Grünwalder Straße angesichts einer 1:2 (1:2)-Niederlage am Ende mit leeren Händen da. Der Höhenflug von zuletzt zehn Punkten nacheinander ist zunächst mal gestoppt.
Im Zuge der Ursachenforschung befand auch Sercan Güvenisik, dem noch am Mittwoch vergangener Woche in Regensburg ein lupenreiner Hattrick gelungen war, dass man im Vorfeld um die schwere Aufgabe, "die in München auf uns zukommen wird", zwar gewusst habe, "wir heute aber unverständlicherweise überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden haben."
Am Ende nur noch zu zehnt
Galten Matthias Holst, Güvenisik (beide Nasennebenhöhlen-Entzündung) und Florian Mohr (lädierter Fuß) am Freitag noch als Wackelkandidaten, konnte Pavel Dotchev am gestrigen Sonntag in der bayerischen Landeshauptstadt am Ende aber dennoch seine Wunschelf präsentieren. Zumindest zunächst, denn David Krecidlo (Adduktorenzerrung) musste bereits nach sieben Minuten vom Feld und nachdem mit Sören Gonther (Verdacht auf Riss des Syndesmosebandes) auch der zweite Außenverteidiger frühzeitig auf der Strecke blieb (78.), musste der Drittligist aus Ostwestfalen das Match sogar in Unterzahl zu Ende bringen, da Dotchev zuvor bereits drei Mal ausgewechselt hatte.
Den möglichen Punktgewinn noch in Reichweite witternd, musste Enis Alushi nach 64 Minuten für Dominick Kumbela als dritter nomineller Spitze Platz machen. Dennoch. Wie eigentlich während des kompletten zweiten Durchgangs habe seine Mannschaft auch jetzt keinen "entscheidenden Druck" ausgeübt, um "das Spiel noch entscheidend drehen" zu können. "Die Körpersprache meiner Mannschaft hat mir heute überhaupt nicht gefallen."
Auch Kapitän Markus Krösche gab nach dem Schlusspfiff spontan zu, dass "wir fußballerisch überhaupt nicht gut waren", deshalb gehe der Bayern-Sieg auch vollends in Ordnung, "schließlich haben wir uns keine klare Torchance herausgespielt." Von seinem Kollegen Hermann Gerland erntete Paderborns Cheftrainer indes noch ein dickes Kompliment: "Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn ihr nicht aufsteigt."














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