Paderborn. Im siebten Testspiel hat es den SC Paderborn erwischt. Nach zuvor sechs Siegen in Folge kassierte der Zweitliga-Aufsteiger gestern Abend seine erste Niederlage. Während der SCP zuvor nur gegen unterklassige Teams gekickt hatte, hieß der Gegner diesmal allerdings Borussia Dortmund. Der Erstligist gewann vor 8.665 Zuschauern in der Paderborner Energieteam-Arena mit 2:0 (1:0).
Die Borussen, die ihren Stürmer Alexander Frei am Wochenende für 4,25 Millionen Euro zum Schweizer Erstligisten FC Basel hatten ziehen lassen, waren in der ersten Hälfte klar spielbestimmend. Fußballzauber konnte die Elf von Trainer Jürgen Klopp indes nicht versprühen. Vielmehr herrschte in der ersten halben Stunde gähnende Langeweile. Zu sehen gab’s lediglich zwei BVB-Halbchancen durch Nelson Valdez (9.) und Dimitar Rangelov (28.).
Erst in der 36. Minute wurden die Fans aus der allgemeinen Lethargie gerissen: Dortmunds Linksverteidiger Dede hatte geflankt, Stürmer Valdez geköpft und Paderborns Keeper Kasper Jensen glänzend gehalten. Sekunden später war Jensen jedoch machtlos. Eine Valdez-Ecke köpfte Dortmunds Neuzugang Rangelov zum 1:0 (37.) ein.
Erst drei Minuten vor der Pause kamen die tief stehenden Hausherren, bei denen der genesene Matthias Holst wieder in die Innenverteidigung gerückt war, zu ihrer ersten Chance. Die hatte es jedoch in sich. Nach einer Maßflanke von Sebastian Schachten köpfte Rolf-Christel Guié-Mien hart und platziert aufs Borussen-Tor, doch Gäste-Keeper Roman Weidenfeller parierte in Weltklasse-Manier.
Zwei Minuten nach der Pause hätte es dann aber im Dortmunder Kasten klingeln müssen. Stürmer Frank Löning kam frei zum Schuss, doch Weidenfeller konnte den zu ungenauen Schuss des SCP-Stürmers entschärfen. Paderborn hatte nun die Scheu abgelegt und spielte endlich mutiger nach vorne. Die größeren Spielanteile konnte der Zweitligist jedoch nur selten in Torgelegenheiten ummünzen. Und statt des Ausgleichstreffers fiel nach 78 Minuten das 0:2: Zidan zog nach einem groben Abwehrschnitzer auf und davon. Die finale Rettungsaktion von Holst und Masuch scheiterte, so dass der eingewechselte BVB-Stürmer leicht und locker einnetzen konnte. Und so feierte der Erstligist einen unterm Strich verdienten Testspiel-Erfolg.
"Wir haben viel zu viel Respekt gehabt und nicht gezeigt, was wir wirklich können. Wir haben noch Luft nach oben", resümierte SCP-Verteidiger Holst.
Paderborn: Jensen (46. Masuch) – Schachten (84. Strohdiek), Holst, Gonther, Heithölter – Krösche – Guié-Mien (53. Brandy), Alushi (53. Zedi), Brückner – Löning (75. Manno), Güvenisik (64. Daghfous).
Dortmund: Weidenfeller – Owomoyela, Subotic, Santana (46. Hummels), Dede (46. Schmelzer) – Tinga – Blaszczykowski (64. Großkreutz), Sahin (58. Feulner), Hajnal (64. Kringe) – Valdez (78. Öztekin), Rangelov (64. Zidan).
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