Paderborn. Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn bleibt in dieser Saison im eigenen Stadion weiter ungeschlagen. Am Abend besiegte die Elf von Trainer Andre Schubert den favorisierten Erstliga-Absteiger FC Energie Cottbus mit 5:1 (3:1) Toren. Trotz eines frühen Rückstandes (Angelov /14.) beherrschten die Gastgeber die Lausitzer völlig und siegten auch in dieser Höhe verdient durch Tore von Saglik (17./Elfmeter), Manno (27.), Brückner (41.), Brandy (85.) und Löning (88.).
Spiele des SC Paderborn bieten zurzeit einen sehr hohen Unterhaltungswert. Und ganz anders als noch zum Serienstart schießen die Paderborner auch Tore – sogar fast wie am Fließband. Obwohl die Schubert-Elf forsch begann, lag sie nach einer knappen Viertelstunde schon wieder zurück. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld stand Angelov frei vor Paderborns Schlussmann Masuch und schoss abgeklärt zur Führung ein.
Freude im Lager der Lausitzer kam aber nur knappe zwei Minuten auf. Denn nach dem Wiederanstoß zog Rolf-Christel Guié-Mien auf der rechten Seite ganz konsequent in den Strafraum und wurde von Sascha Dum zu Fall gebracht: Elfmeter. Den vollstreckte Mahir Saglik postwendend zum Ausgleich (17.).
Masuch hält die Führung fest
Paderborn blieb jetzt am Drücker: Mohrs Kopfball flog noch knapp am langen Pfosten vorbei (19.), aber in der 27. Minute war die Führung der Hausherren nach einem klasse Spielzug perfekt. Alushi, Brückner und Manno hießen die Stationen auf dem Weg zum 2:1. Und die Partie ließ in ihrer Intensität nicht nach. In der 32. Minute entschied Schiedsrichter Bandurski nach einem angeblichen Trikotzupfer von Krösche gegen Bittroff noch einmal auf Elfmeter, aber Masuch hielt gegen Jula die Führung fest.
Dafür setzte Paderborn auf der anderen Seite weiter nach. Alushi bereitete für Brückner vor, der umkurvte den anschließend sichtlich genervten Torhüter Gerhard Tremmel und schob cool zur 3:1-Pausenführung ein. Für die Fans des SCP ein Grund, nach der Melodie des Bruder Jakob Gästetrainer Pele Wollitz an die 0:1-Relegationsniederlage an gleicher Stätte zu erinnern. Schon zur Pause waren die Fans in Feierlaune, die Partie ging aber nach der Pause munter weiter, wobei die Gäste aber wenig zum munteren Treiben auf dem Rasen beisteuerten.
Fast hilflos versuchten die Schützlinge von Trainer Wollitz, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Dabei hatten sie allerdings auch Pech, als sich der bisher beste Torschütze, Shao (5), im Duell mit Paderborns Torhüter Masuch am Schienbein verletzte und ausgewechselt werden musste. Masuch verhinderte in dieser Szene den möglichen Anschlusstreffer. Anschließend lief bei den Gästen dann gar nichts mehr und Paderborn hätte den entscheidenden vierten Treffer schon in der 73. Minute erzielen können, aber der starke Guiè-Mien schoss nach Zuspiel von Alushi frei über das Tor.
In der 85. Minute aber war die Messe dann gelesen: Krösche flankte von der rechten Seite völlig ungehindert in die Mitte. Dort stand Brandy am kurzen Pfosten und traf per Kopf unhaltbar für Tremmel zum 4:1. Der musste drei Minuten später noch einmal hinter sich fassen, als Löning mit seinem ersten Saisontor eine Ecke von Alushi zum 5:1 einköpfte. "Heute hat alles zusammengepasst", schwärmte Torschütze Manno am Ende, "weil wir offensiv so gut wie in Berlin waren und hinten einfach besser gestanden haben."
SC Paderborn - Energie Cottbus 5:1 (3:1)
SC Paderborn:
Masuch - Gonther, Holst, Mohr, Schachten - Krösche - Guié-Mien, Alushi,
Brückner (88. Zedi) - Saglik (80. Löning), Manno (74. Brandy)
Energie Cottbus: Tremmel
- Bittroff, Brzenska (46. Mitreski), Burca, Dum - Angelow, Kruska -
Shao (72. Sørensen), Schwarz (59. Kurth) - Radu, Jula
Tore: 0:1 Angelow (14.), 1:1 Saglik (17./Foulelfmeter), 2:1 Manno (27.), 3:1 Brückner (41.), 4:1 Brandy (84.), 5:1 Löning (88.)
Besonderes Vorkommnis: Masuch (SC Paderborn) hält Foulelfmeter von Jula (32.)
Zuschauer: 6.997
Schiedsrichter: Bandurski (Essen)
Gelbe Karten: Guié-Mien (1), Schachten (2) / Brzenska (2), Radu (1), Schwarz (1)
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