HALLENFUSSBALL: Paderborns U23 dominiert den Silvestercup und holt zum sechsten Mal den Turniersieg
Paderborn. Je fünf Mal hatten sich die DJK Mastbruch und der SC Paderborn II in den vergangenen 21 Jahren in die Siegerliste des Silvestercups eingetragen. Seit gestern Abend ist die SCP-Reserve wieder alleiniger Rekord-Titelträger des populären Hallenfußballturniers. Im Finale des 22. Silvestercups bezwang der Westfalenligist den Titelverteidiger DJK Mastbruch mit 5:0. Rang drei ging derweil an den SJC Hövelriege, der das Kleine Finale gegen den SV Dringenberg 4:2 gewann.
Im Endspiel hatte das überragende Torjäger-Duo des Turniers frühzeitig für eine Vorentscheidung gesorgt: Mit seinem elften Turniertreffer hatte René Huneck nach nur zwei Minuten das 1:0 für den SCP erzielt. Teamkollege Adrian Jevric legte kurze Zeit später mit seinem zehnten Turniertor nach (4.). Als Thomas Rath und Ole Siegel dann mit einem Doppelschlag in der sechsten Minute auf 4:0 erhöhten, waren die Mastbrucher Hoffnungen auf eine Titelverteidigung endgültig zerstört.
Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Silvestercup-Torschützenkönig René Huneck mit seinen zwölften Turniertreffer. Mit dem SC Paderborn II hatte die überragende Mannschaft des Turniers völlig verdient den Silvestercup gewonnen.
Mastbruch hatte auf seinem Weg ins Finale den Traum des Gastgebers SV Heide vom dritten Silvestercup-Sieg nach 1988 und 2005 zerstört. Bereits im Viertelfinale war es zu dem brisanten Duell gekommen. Nach spannenden 15 Minuten, in denen Heides Heisener drei Minuten vor Schluss die Mastbrucher Führung durch Sijecic ausgeglichen hatte, musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Dort versagten zunächst ausgerechnet dem Ex-Mastbrucher auf Seiten des SV Heide, Peter Iwaniuk, die Nerven. Doch dann verschossen die DJK-Akteure Dennis Pospischil und Thomas Braun, so dass Heides Sascha Heisener die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber auf dem Fuß hatte. Doch auch er scheiterte am starken Mastbrucher Keeper Marcel Flügel. Als dann Heides Kapitän Nihat Türk vorbei zielte, war das Aus des SVH besiegelt. "Es ist schade, weil wir eigentlich das Halbfinale als Ziel hatten", erklärte ein enttäuschter Heide-Torwart Nils Bentler.
In eben jenem Halbfinale standen dann die Mastbrucher, die dort auf die Überraschungsmannschaft SV Dringenberg trafen. Gegen den Bezirksligisten aus dem Fußballkreis Warburg ging Mastbruch durch einen Kopfballtreffer von Paul Schäfer mit 1:0 in Führung. Danach hielt Dringenberg aber bravourös dagegen – und wurde mit dem Ausgleich belohnt. Doch Kusmin erzielte nach einem feinen Freistoßtrick den Mastbrucher Siegtreffer. Als der Abpfiff ertönte, war die Freude groß, bis der Schiedsrichter kundtat, dass noch drei Sekunden nachgespielt werden müssten. Doch auch diese kurze Konfusion überstand die DJK schadlos.
Im zweiten Halbfinale demonstrierte der SC Paderborn II seine fußballerische Klasse und fegte den zuvor starken SJC Hövelriege mit 6:0 vom Feld. In diesem Spiel erzielte Paderborns Rene Huneck seinen zehnten Turniertreffer. Zuletzt hatte Alfons Schlenger im Jahre 1990 mit elf Toren ein zweistelliges Ergebnis erzielt. Im kleinen Finale standen sich somit der SJC Hövelriege und der SV Dringenberg gegenüber. Und dieses war noch einmal richtig spannend. Hövelriege führte mit 1:0, doch Dringenberg gab sich noch lange nicht geschlagen und glich aus. Der SJC reagierte postwendend, legte gleich zwei Treffer nach und gewann 4:2. "Das war wichtig. Wir brauchten nach dem 0:6 gegen den SCP ein Erfolgserlebnis", sagte Christoph Bretschneider. Der SJC-Routinier bedauerte, das sich David Christoph zu Beginn des Halbfinales verletzt hatte. "Da mussten wir umstellen. Und die Paderborner waren richtig stark", betonte Bretschneider. Exakt dies bewies die SCP-Reserve dann auch im Finale.