Paderborn. Aufmerksame Verfolger der aktuellen Zweitligasaison werden in den Anfangsminuten des Paderborner Heimspiels gegen den FSV Frankfurt automatisch an Arminia Bielefeld gedacht haben. Beim Auswärtsspiel am Samstag in Augsburg mit Rouven Fernandez für den erkrankten Dennis Eilhoff im Tor angetreten, musste der Südafrikaner schon nach 15 Minuten mit Verdacht auf Innenbandschaden im Knie verletzt aus dem Spiel und Youngster Hartmann zwischen die Pfosten.
Als Kasper Jensen, am gestrigen Sonntag für den angeschlagenen Daniel Masuch von Beginn an auf dem Feld, nach wenigen Sekunden zum ersten Mal geschlagen minutenlang im Tor von Mannschaftsarzt Dr. Hans Walter Hemmen und Physiotherapeut Henrik Lange behandelt werden musste, machte sich auch schon Nico Burchert für seinen ersten Zweitliga-Einsatz bereit. Sollte auch Paderborn das gleiche Schicksal wie am Tag zuvor Bielefeld ereilen?
Jensen stand aber wieder auf und Burchert nahm wieder auf der Bank Platz. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jensen auch realisiert, dass sein Rettungsversuch bei Cidimars Sekundentor gescheitert war und die Gäste führten. "Ich war für einen kurzen Moment weg", gab er später zu. Auch nach dem Schlusspfiff hatte er noch seine liebe Müh, die ersten Sekunden der Partie so richtig auf die Reihe zu bekommen. Beim unerwarteten Pfund des Frankfurters aus gut und gerne 30 Metern "habe ich mich noch lang gemacht und versucht, den Ball rauszukratzen", erklärte der 27-Jährige. Dabei krachte er aber mit dem Kopf an den Pfosten und ritzte sich das linke Ohr leicht auf.
Was dann folgte, war für Jensen alles andere als ein zufriedenstellendes Spiel. Viel zu tun bekam er nicht, später musste er sogar noch einmal hinter sich greifen und sein zweites Punktspiel von Beginn an blieb wie schon beim Saisonauftakt in Düsseldorf ohne das gewünschte Erfolgserlebnis. Leider verpassten es seine Vorderleute über die gesamte Spielzeit, den kollektiven Patzer aus der Anfangsminute wieder wettzumachen. Trotz bester Chancen, wie Jensen aus der Defensive mitverfolgen konnte.
Schuldzuweisungen in Richtung Offensive aber nahm er nicht vor. "Wir gewinnen als Team - und wir verlieren als Team", sagte er dazu, räumte aber ein, das der SCP insgesamt viele Chance ausgelassen habe. "Es hat einfach nicht geklappt", bedauerte der Schlussmann, der sich aber kurz nach Spielende noch keinerlei Gedanken darüber machen wollte, wie im nächsten Spiel beim 1. FC Kaiserslautern (Sonntag, 7. Februar, 13.30 Uhr) die Torwart-Position besetzt sein könnte.
Insgesamt war in den Stadiongängen nach dem unglücklichen 0:2 die Verärgerung aller Beteiligten zu spüren, die sich damit aber auch nicht zu lange aufhalten wollten. "Dumm gelaufen", lautete der Tenor, "zumal wir alles probiert haben und immer wieder neu angelaufen sind", befand Daniel Brückner. Und auch Trainer Schubert wollte seinem Team keinen Vorwurf machen, "nur - wir haben uns selber nicht belohnt."