Paderborn (red). Fußball-Fans, aufgepasst: Treffen Sie am morgigen Dienstag zwei der Väter des Erfolges beim Zweitligisten SC Paderborn. Sportmanager Michael Born und der geschäftsführende Vizepräsident Martin Hornberger stehen von 13 bis 14 Uhr exklusiv im Live-Chat auf nw-news.de zur Verfügung. Löchern Sie die Entscheider mit allen Fragen rund um einen möglichen Aufstieg und dessen Auswirkungen für Verein und Umfeld. Zum Chat geht es morgen ab 13 Uhr über: www.nw-news.de/scp Zur aktuellen Situation beim SCP lesen Sie folgenden Kommentar von Torsten Ziegler:
Wenn die Paderborner in der nächsten Saison als neues Mitglied der 1. (in Worten: ersten) Bundesliga auf ihre Aufstiegssaison zurückblicken können, werden sie sich an vielen richtig guten Fußballspielen erfreuen. Auch eine für lange Zeit erfolgreich praktizierte Einschläferungstaktik gegenüber der Konkurrenz wird in der Analyse der Gründe des Wunders von der Pader zu erwähnen sein. Denn mehr Understatement war selten als zu den aktuellen Paderborner Zweitligazeiten.
Wenn kein anderer wolle, würden sie nicht Nein sagen – zum Aufstieg. Weiter hatte sich Trainer Roger Schmidt vor der Wiederaufnahme des Punktspielbetriebes am Freitag gegen Union Berlin nicht aus dem Fenster gelehnt. Nach dem 3:2 und den anderen, für seinen SCP sehr günstigen Resultaten des 20. Spieltages, haben sich die Paderstädter erstmals auf Platz drei eingerichtet.
Sofort wies Schmidt darauf hin, dass der Aufstieg eine Sensation wäre – was ja nie jemand in Abrede stellen würde. Und der Hinweis auf die "schlechtesten Bedingungen" aller Aufstiegskandidaten war ihm wichtig. Doch je tiefer Schmidt stapelt, desto näher rückt die Vermutung, dass die Paderborner längst alle Register ziehen, um die historische Chance zu nutzen. Da ist es gewiss von Vorteil, wenn man Düsseldorf, Frankfurt, Fürth und St. Pauli in Sicherheit wiegt.
Die Lauerstellung auf Platz fünf, den Paderborn unentwegt seit dem 11. Spieltag belegt hatte, ist aber jetzt dahin. Inzwischen weiß es jeder in Fußball-Deutschland: Der SCP ist aufsteigbar. Er kann sogar Meister werden. Völlig klar, dass Schmidt diese Sicht auf sein Team weniger behagt als die vorherige.
Dann muss ich wohl in den letzten Jahren in einer anderen Stadt gewohnt haben.
Bitte Herr Thorsten Ziegler, was soll das?