Paderborn. Vorgeführt von Fürth. Der Misserfolg im Frankenland ist längst wieder vergessen. Die empfindliche und überraschend deutliche 1:5-Niederlage war gestern, morgen steht mit dem Heimspiel des SC Paderborn gegen Dynamo Dresden ein völlig neues Kapitel auf der Agenda des ostwestfälischen Fußball-Zweitligisten (18 Uhr Energieteam-Arena, Live-Ticker auf nw-news.de).
So es denn bei Roger Schmidt am Sonntag nach dem Schlusspfiff in der Trolli-Arena für kurze Zeit tatsächlich eine Art Schockzustand gegeben haben sollte, hat der Teint des SCP-Cheftrainers indes keinen nachhaltigen Schaden genommen. Sorgenfalten wurden nicht gespeichert, statt dessen konzentriert sich Schmidt im weiteren Rennen um einen der Aufstiegsplätze auf die positiven und damit wesentlichen Dinge der sportlichen Gegenwart.
Vor dem 22. Spieltag orientiert sich der Coach vielmehr an den vorherrschenden Fakten. Immerhin neun Big Points hat sein Team in den vier Rückrundenpartien bereits gesammelt. Das ist Spitze in der Spitzengruppe. Angesichts des 1:1-Unentschiedens zwischen Düsseldorf und Eintracht Frankfurt verspielte der SCP zuletzt ohnehin keinen allzu großen Kredit und mischt im Konzert der Großen weiterhin munter mit. Auch der historische Moment, zumindest einer Übernachtung als Tabellenführer, kann am Freitagabend angesichts des Zwei-Punkte-Rückstandes auf die führenden Fortunen durchaus eintreten. Vorausgesetzt, die mit Paderborn punktgleichen St. Paulianer, die zeitgleich beim MSV Duisburg auflaufen, spielen halbwegs mit.
Brückner fehlt gesperrt
Sein Team habe jedenfalls das nötige Selbstvertrauen, den bevorstehenden Vergleich mit den Sachsen gewinnen zu können, ist sich Schmidt sicher. Apropos Historie: Am 21. August 2011 gewann der SCP das Hinrunden-Match in Dresden nach Toren von Sören Gonther (35.) und Alban Meha (84.) mit 2:1. Anschließend sollten die Ostwestfalen 15 weitere Begegnungen ungeschlagen überstehen. Also ein gutes Omen? Trotz der Sicherheit, die zuletzt in Fürth bekrittelten "fahrlässigen Verhaltensweisen" umgehend aufgearbeitet zu haben, begegnet Paderborns Cheftrainer den Gästen im Vorfeld mit gehörigem Respekt.
Die Dresdner hätten sich im Laufe der Saison als Team "permanent weiterentwickelt". Die "hohe individuelle Qualität" der Mannschaft, die Schmidt zudem ins Feld führt, ist keinesfalls unbegründet. Just vor 14 Tagen erst schickte der Tabellenzehnte den SCP-Angstgegner aus Fürth mit einer überraschenden 1:3-Niederlage heim ins Frankenland.
Bis zum Anstoß muss sich der SCP-Coach allerdings noch mit der Baustelle auf der linken Außenbahn beschäftigen. Daniel Brückner ist gelbgesperrt.
@Dr Klöbner:was sagen sie zu dem Argument dass eine Entwicklung Zeit braucht und die Tendenz positiv ist? das mit der größeren Tradition in Bielefeld nach fast 25 Jahren erste Liga hat doch kein Paderborner ernsthaft bestritten, aber was bringt es Ihnen und dem Verein??
richtig... NUR eines: mehr Fans und Anhänger, vielleicht auch mehr Sendezeit im Fernsehen...
ansonsten: halbherzige und einseitigen Argumente helfen Ihnen dabei nicht weiter...
Gegenargumente gibts auch wie Sand am Meer: Bielefeld ist schließlich die 18. größte Stadt und hat trotzdem weit weniger Fans als Braunschweig, Aachen oder Bochum (sie vergleichen PB ja auch mit Kaiserslautern in der 1.Liga) oder um in der dritten Liga zu bleiben sogar weniger als Osnabrück oder in der vierten Liga zu bleiben sogar weniger als RB Leipzig und kaum mehr als RW Essen... worauf sind sie dann stolz? wir in PB sind stolz auf unseren Schnitt und (siehe oben) unsere Entwicklung. wir haben eine Rekordsaison gespielt, auch in Sachen Zuschauerschnitt. das lassen wir uns doch von Neidern (Neid aufgrund der sportlichen Situation) wie Ihnen nicht jeden Tag, jede Woche hier bei der NW kaputtreden.