Paderborn. Das war knapp. Im Heimspiel gegen den SC Dynamo Dresden hat Fußball-Zweitligist SC Paderborn Sekunden vor Schluss zumindest einen Punkt gesichert. In einem schwachen Spiel war die Elf von Trainer Roger Schmidt zwar die aktivere Elf, mehr aber auch nicht. Nach Toren von Wemmer (3.) und Taylor (90.) für Paderborn und zweimal Dedic (18./80.) für Dresden stand am Ende vor 8.066 Zuschauern ein 2:2-Remis.
Paderborn und seine schnellen Tore: Schon nach drei Minuten gingen die Schützlinge von Trainer Roger Schmidt gegen Dresden in Führung. Meha bediente auf der rechten Seite Außenverteidiger Jens Wemmer. Der versetzte noch einen Dynamo-Spieler, und als Keeper Wolfgang Hesl mit einer Hereingabe rechnete, versenkte Wemmer den Ball im kurzen Eck. Der SC Paderborn war Tabellenführer. Immerhin länger als in der Vorwoche, als Proschwitz’ Führung in Fürth nur für 72 Sekunden die Pole garantiert hatte.
Gegen Dresden waren es schon mal 14 Minuten. In denen hatten die Platzherren angesichts einer guten Anfangsphase noch weitere gute Szenen, denn sie spielten engagiert und ideenreich. So in der 13. Minute, als Rupp, der von Beginn an den gelbgesperrten Brückner ersetzte, auf Bertels lupfte. Der zog ab, und Hesl klärte mit einem Reflex zur Ecke. Statt eines durchaus möglichen 2:0 fiel dann vier Minuten später der Ausgleich. Florian Mohr erwischte an der Strafraumgrenze Zlatko Dedic, aber eben nur an der Grenze und nicht im Strafraum. Der indisponierte Schiedsrichter Christian Leicher zögerte aber keine Sekunde und entschied auf Strafstoß. Dedic verwandelte selbst – die Tabellenführung war futsch.
Der Elfmeter war für das Paderborner Spiel fortan wenig förderlich. Die Gastgeber hatte oft nur lange Bälle parat und gefährlich wurde es vor der Pause nur noch einmal, allerdings vor dem Paderborner Tor. Robert Koch kam am Strafraum völlig frei zum Schuss, aber SCP-Keeper Lukas Kruse reagierte glänzend und hatte auch noch den Pfosten als Paten.
Paderborn brachte nach der Pause für den angeschlagenen Thomas Bertels Neuzugang Diego Demme. Dresden musste gar den Torhüter wechseln. Hesl blieb in der Kabine und Benjamin Kirsten, Sohn von Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten, kam zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz. Der stand in der Folgezeit öfter im Mittelpunkt, als Paderborns Kruse. Denn Dresdens Offensivbemühungen tendierten in der zweiten Hälfte gänzlich gen Null. Mit elf Akteuren in der eigenen Hälfte hatten sie gegen einfallslose Domstädter aber leichtes Spiel.
Und wieder kam es so, wie es dann oft passiert. Der Schiedsrichter übersah am Dynamo-Strafraum ein Handspiel, die Gäste konterten über Poté, der überlief Strohdiek, scheiterte mit seinem Schuss aber am gut reagierenden Kruse. Dessen Fußabwehr landete jedoch genau bei Dedic, der aus der Kurzdistanz abstaubte. SCP-Coach Schmidt aber wechselte goldrichtig. Taylor kam für Brandy und in der Schlussminute bediente Florian Mohr nach einer Flanke eben diesen Taylor, der per Kopfball den Endstand erzielte.
Paderborns Trainer Roger Schmidt war nach dem Abpfiff mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: "Gegen ein Team, das mit zehn Mann hinten drin steht, ist es natürlich schwer. Es spricht aber für meine Mannschaft, dass sie in letzter Minute noch den Ausgleich macht. In der zweiten Hälfte wollte hier nur eine Mannschaft gewinnen und das waren wir."
SC Paderborn - Dynamo Dresden 2:2 (1:1)
Paderborn: Kruse - Wemmer, Mohr, Strohdiek, Bertels (46.
Demme) - Krösche (87. Kara), Alushi - Meha, Rupp - Brandy (80.
Taylor), Proschwitz
Dynamo Dresden: Hesl (46. Kirsten) - Gueye, Savic, Brégerie, Schuppan - Koch, Solga, Fiel (71. Papadopoulos), Trojan - Poté, Dedic (88. Jungwirth)
Tore: 1:0 Wemmer (3.), 1:1 Dedic (18./Foulelfmeter), 1:2 Dedic (79.), 2:2 Taylor (90.)
Zuschauer: 8.066
Schiedsrichter: Leicher (Landshut)
Gelbe Karten: Alushi (3) / Fiel (2), Poté (5)
Am Freitag durfte es dann nur einen Sieger geben, vom Spielverlauf wäre ein klarer Sieg des SCP verdient gewesen. aber so ists im Fussball, da gewinnt nicht immer der Bessere. Am Ende fühlt sich das 2.2 trotzdem wie ein halber Sieg an.
ohne Gonther ist unsere Abwehr schon etwas löchriger geworden.