Paderborn. Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 und Drittligist SC Preußen Münster verbindet einiges. Beide Klubs firmieren auch unter der Abkürzung SCP. Paderborns Coach Roger Schmidt und Preußen-Übungsleiter Pavel Dotchev haben jeweils schon den anderen Verein trainiert. Und gestern gaben die SCP-Klubs ein Transfergeschäft bekannt: Mittelfeldkicker Massimo Ornatelli wechselt von den Preußen nach Paderborn, während es Stürmer Matthew Taylor von Ostwestfalen nach Münster zieht. Beide Spieler unterschrieben Zweijahresverträge.
Ornatelli und Taylor waren eigentlich noch bis Juli 2013 an ihre bisherigen Vereine gebunden. Doch diese Verträge wurden auf Wunsch der Kicker aufgelöst. Unterm Strich erhält der SC Paderborn aber noch eine Transferentschädigung, wie Michael Born erklärt. "Und ich bin überzeugt, dass Massimo Ornatelli für uns eine wertvolle Verstärkung sein kann", urteilt Paderborns Manager Sport über den 26-jährigen Neuzugang, der zur Saison 2007/2008 von Arminia Bielefeld II zu Preußen Münster gewechselt war.
In den vergangenen fünf Jahren avancierte der gebürtige Dortmunder zum Publikumsliebling. Ornatelli absolvierte 145 Liga-Spiele (18 Tore, 14 Assists) für die Preußen und stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. Roger Schmidt, der Münster von 2008 bis 2010 trainierte, ließ den Deutsch-Italiener beispielsweise auch auf der Rechtsverteidiger-Position spielen.
SCP intensiviert Stürmersuche
Zuletzt überzeugte Ornatelli aber vor allem als Spielgestalter. "Massimo bringt im Hinblick auf Schnelligkeit und Passgenauigkeit alles mit, um sich in der 2. Liga durchzusetzen", betont Schmidt, der künftig auf Matthew Taylor verzichten muss. Der 30-jährige US-Amerikaner bestritt in der vergangenen Zweitliga-Serie 23 Spiele (4 Tore) für Paderborn, stand dabei aber nur fünf Mal in der Startelf. In Münster erhofft sich Taylor deutlich mehr Einsatzzeit.
Der SC Paderborn wiederum wird nun die Stürmersuche intensivieren. "In diesem Bereich werden wir sicher noch nachlegen", verrät Michael Born und erklärt, dass reges Interesse an Mahir Saglik besteht. Der gebürtige Paderborner steht jedoch bekanntlich beim FC St. Pauli unter Vertrag. "Und derzeit ist die Finanzierung für eine Verpflichtung noch nicht gegeben", sagt Born und plädiert für Geduld: "Auf dem Transfermarkt wird sich noch einiges bewegen." Auch die Zukunft von SCP-Torjäger Nick Proschwitz ist schließlich weiterhin unklar.
aber im Ernst... ich glaube nicht, dass sich hätte Taylor noch durchsetzen können. ist der Abgang, der uns von den Spielern, die gespielt haben, am wenigsten weh tun. was diesen Ornatelli angeht, lasse ich mich gerne überraschen. Ein bekannter Name ist ja nicht unbedingt ein Erfolgsgarant, siehe Odonkor bei Aachen oder Mintal bei Rostock . - beide abgestiegen!