Paderborn. Ob Rückzug auf Raten oder nicht. Jedenfalls fehlte Torjäger Nick Proschwitz am Freitag beim offiziellen Trainingsauftakt des SC Paderborn im Kreise der Aktivitas. Offizielle Begründung: Wegen eines chirurgischen Eingriffs muss der Goalgetter noch pausieren. Die nach seinem Jochbeinbruch vom 3. März am Wangenknochen eingesetzte Platte ist am Donnerstag entfernt worden.
Ob Proschwitz (zuletzt 17 Saisontore) am Sonntag –wie von Manager Michael Born angedeutet – tatsächlich noch einmal in den Trainingsbetrieb des Fußball-Zweitligisten zurückkehren wird, bleibt zunächst abzuwarten. In der Szene verdichten sich derweil die Gerüchte, das sich der 25-Jährige schon in den nächsten Tagen einem anderen Klub anschließend wird. Als neue Proschwitz-Adresse kommt durchaus der 1. FC Kaiserslautern in Frage. "Unter anderem ein ernsthafter Interessent", bestätigt auch Born.
Vor der stattlichen Kulisse von rund 500 Fans startete in der Paderborner Benteler-Arena alsdann gegen 15 Uhr gut einstündiger Aufgalopp. Als Roger Schmidt ("Diese Besucherzahl hat uns selbst überrascht") sein 23-köpfiges Personal (neben Proschwitz fehlten die beiden Langzeitverletzten Markus Palionis und Jens Wissing) zunächst mit einem lockeren Aufwärmprogramm konfrontierte, wurde so manch vertrautes Gesicht vermisst.
Florian Mohr, Sören Gonther (beide FC St. Pauli), Jens Grahl (zurück nach Hoffenheim), Enis Alushi (1. FC Kaiserslautern), Sören Brandy (MSV Duisburg), Matthew Taylor (Preußen Münster), Sergej Schmik, Rolf-Christel Guié-Mien, Yasin Kocatepe (Ziel jeweils unbekannt), Lukas Rupp (zurück nach Mönchengladbach), Sven Krause (SC Wiedenbrück) und Mehmet Kara (Genclerbirgili, Türkei) haben den Verein in der Sommerpause verlassen.
Diesen zwölf Abgängen stehen mit Tobias Kempe (Erzgebirge Aue), Mario Vrancic (Borussia Dortmund II), Massimo Ornatelli (Preußen Münster), David Poljanec (Blau-Weiß Linz), Tobias Feisthammel (Alemannia Achen), Patrick Ziegler (SpVgg. Unterhaching), Manuel Gulde (TSG Hoffenheim) und Manuel Zeitz (1. FC Nürnberg ) insgesamt acht Novizen gegenüber.
Im Zusammenhang mit dem jetzt folgenden Findungsprozess sprach Schmidt nach dem Trainingsauftakt von einer "spannenden Sache".
Ja, Zustimmung! Sehe ich auch so!
Heute das WB-Interview mit Kara zeigt auch, dass einige, die den ein oder anderen Wechsel nur negativ zu deuten wußten, daneben liegen. Wenn ehemalige Spieler so positiv sprechen, kann man das nicht hoch genug einschätzen! Nur mit den Gehältern anderer können wir eben nicht mithalten:
""So ist der Fußball. Ich wäre gerne hier geblieben, weil es mir großen Spaß gemacht hat und ich mich sehr wohl gefühlt habe. Das ist nicht überall so. Aber dieses Angebot, das erst nach der Saison kam, konnte ich nicht ablehnen", teilte der 28-Jährige mit. Leicht sei ihm die Entscheidung aber nicht gefallen: "Es hat schon gedauert und ich habe lange mit dem Trainer darüber gesprochen. Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben." "