Trainer will am Tag seines 36. Wiegenfestes rund 3.000 mitreisende Fans belohnen
Paderborn. Den Freifahrtschein für einen garantierten Feiertag hat Stephan Schmidt längst in der Tasche. Ausgerechnet am Tag des großen OWL-Derbys feiert der Cheftrainer des SC Paderborn sein 36. Wiegenfest. Geboren am 19. August 1976 in Berlin, Sternzeichen Löwe. Passt doch irgendwie bestens ins Bild.
Dementsprechend kämpferisch verkauft sich der Coach des Fußball-Zweitligisten vor dem Anstoß der DFB-Pokal-Erstrundenpartie an diesem Sonntag bei Arminia. Während der jüngsten Trainingseinheiten habe er "den Hunger in den Augen seiner Spieler" deutlich erkannt, sagt Schmidt, die Vorbereitung seines Kaders sei zuletzt "auf sehr hohem Niveau" über die Bühne gegangen.
Auch (k)ein Spiel wie jedes andere, das hat Paderborn Trainernovize schon nach wenigen Wochen Amtszeit erkannt. "Irgend etwas ist ungewöhnlich heute", konstatierte der Coach eingangs der Pressekonferenz am Freitag beim Anblick des geballten Aufmarsches der Medienvertreter, deren Masse den gewohnten Rahmen deutlich sprengte.
3.000 SCP-Fans in Bielefeld erwartet
Darüber hinaus präsentiert sich das Geburtstagskind durchaus auch in Geberlaune. Rund 3.000 SCP-Fans werden der Mannschaft in der Schüco-Arena den Rücken stärken, und denen "wollen wir einen Sieg schenken". Dazu zählt übrigens auch Heinz Paus, der den Stellenwert des Gipfeltreffens fast schon zum Politikum befördert. Wie am Freitag bekannt wurde, wird Paderborns Bürgermeister seinen unmittelbar nach den Libori-Feiertagen angetretenen Urlaub ein bisschen verkürzen, um dem Team in der Leinenstadt persönlich den Rücken zu stärken.
Obwohl die Gesetze "des Klassenunterschieds zwischen 2. und 3. Liga im Pokal am Sonntag leicht außer Kraft gesetzt werden können", sieht Schmidt sein Ensemble "möglicherweise aber doch in einer leichten Favoritenstellung". Andererseits zollt der Fußball-Lehrer seinem Kollegen Stefan Krämer nebst Team außergewöhnlich viel Respekt. Einmal persönlich und zweimal per DVD hat Schmidt den Kontrahenten im Vorfeld aufs Korn genommen: "Ein sehr starker Gegner", der eine klare Spitzen-Elf der 3. Liga stelle und auch beste Chancen besitze, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Zudem lebe Krämer seiner Mannschaft ein hohes Maß an "Loyalität und Flexibilität" vor.
Personell hat der SCP-Coach zurzeit keine allzu großen Sorgen. Niclas Erlbeck war wegen eines grippalen Infekts am Freitag noch beim Arzt und die fast schon wieder geplante Rückkehr des Langzeitverletzten Jens Wissing wird wegen einer akuten Knochenhautentzündung noch ein Weilchen verzögert. Grundsätzlich ist auch am Sonntag mit der SCP-Startelf zu rechnen, die zuletzt zweimal den Grundstein für die vier gewonnenen Punkte aus den ersten beiden Zweitliga-Saisonspielen legte.
Trotzdem lässt sich Schmidt auch diesmal "gewisse Optionen" offen. Das in Berlin und daheim gegen Bochum präsentierte 4-2-3-1-System betrachtet der Coach keinesfalls als einzige wirksame Variante. "Ich habe noch viele Modelle im Kopf", sagt Schmidt.
gebe Dir in allem Recht!
User Südtribühne ist mal eben ein HETZER, hat aber keine AHNUNG von weiterem!
Zieht sich nur an alten Sachen hoch die er noch von früher kennt. Da Schätze ich T-bone mehr!