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12.11.2012
Paderborns Krösche trauert um verpasste Chance
Kapitän sieht starke zweite Halbzeit nicht zu 100 Prozent belohnt

Ging gegen Lautern leer aus | FOTO: MARC KÖPPELMANN

Paderborn. Ärgerlich, aber auch nicht zu ändern. Um Haaresbreite wären die 11.471 Zuschauer in der Benteler-Arena am Samstag zu Augenzeugen eines historischen Zweitliga-Ereignisses geworden. In der zuvor sechs Partien umfassenden Begegnungs-Historie beider Klubs hatte der SC Paderborn noch keine einzige gegen Lautern gewonnen. Inklusive der eklatanten Torflaute von null Treffern. Am Samstag trennten sich Ostwestfalen und Pfälzer im siebten Versuch mit einem 1:1-Remis. Zumindest in der offiziellen Bilanz schlägt neuerdings also auch ein SCP-Törchen zu Buche.

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Allerdings ein geschenktes, denn Lauterns Leon Jessen traf nach 57 Spielminuten in die eigenen Maschen. "Wir waren heute vor unserem eigenen Tor gefährlicher als alle Paderborner zusammen", flachste Kaiserslauterns Steven Zellner nach Spielschluss. Auch die Szene aus Minute 83 hätte die Gäste locker mit einem weiteren Betriebsunfall bestrafen können. Nach einer Hereingabe des eingewechselten Paderborners Jens Wissing traf besagter Zellner seinen eigenen Teamkollegen Dominique Heintz – und das abgefälschte Spielgerät stellte Lauterns Schlussmann Tobias Sippel auf eine harte Probe.


SCP-Kapitän Markus Krösche war die Art und Weise des nahezu historischen, zu diesem Zeitpunkt allerdings auch verdienten Führungstreffers im Nachhinein "völlig schnuppe". Angesichts des zweiten Durchgangs, den "wir über weite Strecke souverän gestaltet haben", seien am Ende einfach zwei Zähler zu wenig herausgesprungen, befand der 32-Jährige. Heilfroh, aus dieser Nummer des 13. Spieltages mit einem Teilerfolg rausgekommen zu sein, war allerdings Jens Wemmer. Der durfte sich im Nachhinein durchaus bei FCK-Goalgetter Mo Idrissou bedanken. Der Kameruner profitierte beispielsweise in der 11. Spielminute von einem Patzer des Paderborner Rechtsverteidigers und verpasste das Tor aus spitzem Winkel nur knapp.

Darüber hinaus habe sich der Aufstiegsaspirant "gegen uns aber nicht wirklich echte Torchancen erarbeitet", so Wemmer, der seiner eigenen Leistung nach dem Schlusspfiff allerdings durchaus auch ein wenig selbstkritisch gegenüberstand.

Kommentare
@enno: 99% Zustimmung - nur bei den Zuschauern muss ich widersprechen.
1. ist es müßig darüber zu spekulieren, wie sich die Verhältnisse der 11400 Zuschauer zwischen SCP Fans und Lauterer Fans aufteilen. Es waren 11.400 Zuschauer da. Punkt.
2. der SCP steht in der Zuschauertabelle direkt hinter dem MSV Duisburg auf Platz 12. Der Schnitt liegt bisher bei kanpp über 11.000 Zuschauern. Ich denke auch das ist OK für einen Verein im Mittelfeld der Liga.
Wenn der SCP sich auf diesem sportlichen Niveau etabliert und hoffentlich entwickelt, werden auf Dauer auch die Zuschauerzahlen anziehen. Also ich bin bisher zufrieden mit dem Erreichten. Es ist wohl das was derzeit mit dem Umfeld erreichbar ist. Es ist immer leicht mehr Zuschauer zu fordern - aber sind wir mal ehrlich, wann hatte der SCP schon mal mehr Zuschauer als erwartet? Es ist und bleibt halt ein schwieriges Umfeld.

Ich habe das Spiel am SA im Stadion gesehen, eine Selbstverständlichkeit als SCP-Fan. Die Punkteteilung geht in Ordnung, damit können beide Seiten gut leben denke ich. Klar, der Strafstoß ist sehr fragwürdig, andererseits wenn man die beiden Großchancen von K'lautern zu Beginn (Idrissou) und zum Schluss berücksichtigt ist das Unentschieden völlig ok. 1. HZ hat unser SCP nicht viel in der Offensive gezeigt, fast ausschließlich über links agiert, aber stabil in der Defensive, die ersten 45 min waren von beiden Teams eher unspektakulär. 2. HZ dann viel besser und viel mehr Engagement von unserem Team. Die linke Seite wurde immer stärker, das Pärchen Brückner/Kempe hat mir sehr gut gefallen, tolle Offensivaktionen der beiden, nicht immer zwingend, aber sehr aktiv und bemüht. Ansonsten stabile Defensive, A. Meha ist als Ausfall zu sehen, bräuchte mal eine Pause, z. Z. echt im Formtief und auch mangelhafter, tlw. lustloser Einsatz. Vorne war D. Naki auch eher unauffällig, bemüht ja, aber ohne Durcschlagkraft. Phil Hofmann ist in der Offensive nicht zu ersetzen, wenn dann behauptet er die (insb. hogen) Bälle, seine körperliche Präsenz gefällt mir, im Strafraum wirkt er immer gefährlich und bemüht die gegnerischen Abwehrspieler. Weiter so. Auffällig war noch der Wechsel Krösche -> Zeitz. Lieber Trainer, bitte hier einen Rollentausch vornhemen, Zeitz Nr. 1 auf der 6er, Krösche als Backup, nicht umgekehrt. Zeitz mit min. genauso gutem Zweikampfverhalten, dafür umLängen wertvoller im Mittelfeld, immer anspielbar, hat mir sehr gut gefallen. Markus habe ich dagegen meistens auf dem Boden liegen und grätschen gesehen, nach vorne kaum Impulse von ihm. Demme/Zeitz muss unsere Standard-6er-Besetzung sein ! Eine absolute Sauerei war die Aktion von Linsmayer. Hier hoffe ich auf eine harte und lange Strafe. Ansonsten bin ich mit dem Saisonverlauf angesichts des Umbruchs sehr zufrieden, wenn wir die Hinserie mit 25 Pkt. abschließen können wir eine schöne 2. Ligasaison spielen, ohne Ambitionen nach oben und Sorgen nach unten. Wenn dann noch die Zahlen auf der JHV passen sind wir gut aufgestellt. Ein abschließendes Statement noch zu der Zuschauerresonanz: 11400 fand ich schon etwas entäuschend, der Gästeblock war voll und in den anderen Bläcken saßen auch die ein oder anderen Lautern-Fans. Wenn man dann von 7-8000 heimischen Fans ausgeht ist es eigentlich zu wenig für das was die Mannschaft zeigt. Schade, trotz der allgemeinen positiven Entwicklung bei den Zuschauerzahlen in den letzten Jahren ist das ausbaufähig, im Ernst: gegen solche Gegner muss die Hütte voll sein, und gegen andere wie Sandhauen sollte sich der Verein auch mal überlegen, einfach 1000, 2000 Freikarten an den Schulen oder beim Bäcker um die Ecke zu verteilen. Auch hier ist Vereinsarbeit gefragt.


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