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10.12.2012
SC Paderborn: Ramos verhindert Richtungswechsel
Schmidt-Elf setzt die Negativ-Serie mit 0:1-Heimniederlage gegen Hertha BSC fort

Kopf an Kopf | FOTO: MARC KÖPPELMANN

Paderborn. Pünktlich zum Temperatursturz hatte die Rasenheizung in der Benteler-Arena ganze Arbeit geleistet. Den dritten Ausrutscher des SC Paderborn in Serie konnte aber auch sie nicht verhindern. Zum Zweitliga-Rückrundenstart kassierte der SC Paderborn vor 9.416 Zuschauern eine diesmal doch unglückliche 0:1-Heimniederlage (0:0) gegen Hertha BSC. Hart, Hertha, härter: Obwohl der SCP sein sportliches Soll bislang durchaus erfüllt hat, ist das Polster für die in einer Woche beginnende Winterpause jetzt nicht mehr ganz so bequem.

Über weite Strecken war’s am Samstag zwar ein Spiel auf Augenhöhe, dann machte Berlins Angreifer Adrian Ramos mit dem Tor des Tages (65.) jedoch den feinen Unterschied. Eines dieser ganz individuellen Berliner Qualitätsmerkmale, die SCP-Cheftrainer Stephan Schmidt schon vor dem Anstoß als möglicherweise spielentscheidend wertete. Dennoch: Dem potenziellen Aufstiegskandidaten hatte "Paderborn alles abverlangt", wie auch Gästecoach Jos Luhukay anschließend einräumte. Trotzdem schlich danach ein sichtlich geknickter Schmidt – mal wieder – mit leeren Händen durch den Kabinengang. Den durchaus verdienten Teilerfolg hatten zuvor nur wenige Zentimeterchen verhindert. Zehn Minuten vor dem Ende scheiterte Alban Meha mit einem direkten Freistoß aus gut 20 Metern an der Lattenunterkante des Gästetores. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.

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Der imaginäre Tritt des SCP-Trainers vor einen Stützpfeiler dokumentierte das spontane Frust-Potenzial wohl mehr als deutlich. Tiefe Trauer über eine verpasste Lorbeer-Ernte, "weil meine Mannschaft heute eigentlich alles umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten".


Schmidt hatte seinen etatmäßigen Kapitän Markus Krösche gegen Berlin wieder in die Anfangsformation gestellt. Auch Thomas Bertels durfte diesmal von Beginn an spielen. Deniz Naki und Philipp Hofmann saßen stattdessen zunächst auf der Bank. Darüber hinaus vertrat Daniel Lück den gesperrten Lukas Kruse im Tor und zeigte im Zuge seines Startelf-Debüts eine an sich tadellose Leistung. Gegen Ramos (5./45.), Ronny (27.) und Sami Allagui (83.) war der Ex-Hoffenheimer reaktionsschnell auf dem Posten.

Lücks Vorderleute pressten derweil früh, hatten "gute Umschaltphasen" (O-Ton Schmidt) und erarbeiteten sich gegen den Gast, der viel Respekt zeigte, sogar die hochkarätigeren Torchancen. Pech hatte hierbei Bertels (13.), der Gäste-Schlussmann Thomas Kraft aus kurzer Distanz per Kopf vor eine erste Kraftprobe stellte. Ebenso in Minute 86, als Herthas Tormann einen platzierten Meha-Distanzschuss meistern muss.

Den Schönheitspreis für den wohl besten Angriff der gesamten Partie verdienten sich ebenfalls die Hausherren mit einem geradlinigen Konter über Krösche und Bertels, dessen Hereingabe der freistehende Mario Vrancic allerdings freistehend vor dem Hertha-Gehäuse verstolperte (45.). Chancen waren also durchaus da. "Für uns hing heute die Torlatte leider zu niedrig", lamentierte der SCP-Coach nach dem Schlusspfiff mit Blick auf den Meha-Freistoßknaller.

Kommentare
@ ExPaderborner : sehe ich genauso, und das als Herforder, der fast bei jedem Heimspiel dabei ist!

Wenn unser Abstieg besiegelt wäre (was er aber in den nächsten 7 Monaten nicht sein wird), dann kann Südtribüne gerne wieder lospoltern! aber nicht jetzt doch.

eins, zwei anständige Verstärkungen in der Winterpause, und dann - vorausgesetzt man hat jetzt nicht grade irrsinniges Verletzungspech - wird dass schon mit den 40 Punkten klappen!

Ach "Südtribüne"...warum so furchtbar negativ? Ich kann zwar nicht für alle Fans sprechen...aber ich wohne in Essen, hab eine Dauerkarte und versuche bei jedem Heimspiel dabeizusein! Und wenn die Mannschaft verliert? Dann komme ich wieder und feuer die Jungs wieder an, weil mein Herz an der Mannschaft und am SC Paderborn07 hängt ! DAS bezeichne ich als FANsein!

Das der SCP gegen Hertha verloren hat ist keine Überraschung, auch war der Einsatz der Spieler im wesentlichen in Ordnung ,einzelne Spieler mal ausgenommen.
Aber wenn Du im Fußball verlierst, dann stehst Du nun mal mit leeren Händen da, Schönheitspunkte werden (noch) nicht verteilt.
Das einzelne verlorene Spiel ist seitens des Fans schnell verziehen.
Nicht aber eine Negativserie, deren Grundlage mangelnder Einsatz und Leistungswille ist.
In 9 Heimspielen wurden 9 Punkte geholt, der letzte Heimsieg war im September!!!
Das ist eine sehr magere und bittere Zwischenbilanz, an der sich Trainer und Spieler messen lassen müssen. Ist es bei solchen Ergebnissen verwunderlich, das immer mehr anstatt in das Stadion zu gehen lieber etwas anders unternehmen? 90 Minuten Fußball sind kein preiswertes Vergnügen, Eintritt, Fahrkosten, die obligatorische Wurst mit Getränk reissen schon ein Loch in das Budget. Und dafür bekommst der werte Fan in der Benteler-Arena eine sehr magere Fußballkost geboten.
Der Trainer fordert mehr Zeit für seine Mannschaft!!! Gerne, Herr Schmidt, sagen Sie uns, wann sie für einen Heimsieg bereit sind. Dann kommen wir bestimmt wieder in das Stadion, zwischenzeitlich in Sky vollkommen ausreichend.
Fußballerspieler als Arbeitnehmer haben die seltene Möglichkeit Ihr Arbeitsumfeld weitestgehend selber positiv zu gestalten. Bei Einsatz ,Leistung und Erfolg gibt es ein volles Haus sowie Lob und Anerkennung von den Rängen. Bleibt dieses aus, so lichten sich die Reihen auf den Tribünen nun mal gewaltig und anstatt Beifall gibt es Kritik in vielen Variationen.
Am Sonntag im Bochum ist die Erwartungshaltung der Fans sehr hoch, ja- es lastet ein nicht unerheblicher Druck auf Trainer und Mannschaft. Aber damit müssen Sie umgehen können, ansonsten gibt es im Raum Delbrück Alternativen für den genannten Personenkreis: jede Menge Ponyhöfe!!!!


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