Paderborn. Die Luft wird zwar dünner, dennoch ist die Lage noch längst nicht alarmierend. Dynamo Dresden belegt zurzeit Relegationsplatz 16, vor dem 19. Spieltag hat der SC Paderborn noch einen Vorsprung von acht Punkten zur Gefahrenzone der 2. Bundesliga. Drei Niederlagen nacheinander sorgen in Fußball-Paderborn zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls für nennenswerte Nervosität.
Schließlich ist der Cheftrainer des aktuellen Tabellenelften von Vornherein auf dem Teppich geblieben. Er orientiere sich auch weiterhin an den in der unteren Hälfte des Tableaus platzierten Teams, ließ sich Stephan Schmidt auch nicht locken, als erst kürzlich – mal wieder – der Sprung auf Rang fünf hätte glücken können. Auch für den SCP-Coach war die jüngste 0:1-Heimniederlage kontra Hertha BSC nicht unbedingt eine Katastrophe.
Stimmung in der Kabine positiv
Im Gegensatz zur vorausgegangenen 0:2-Schlappe gegen Duisburg waren im Zuge der Manöverkritik am vergangenen Samstag durchaus schon wieder echte Lichtblicke im Spiel. Er mache seinem Team "keinen Vorwurf", so der 36-jährige Fußball-Lehrer, in einem Kopf-anKopf-Duell "ist das Tor leider auf der falschen Seite gefallen". In der Kabine sei die Stimmung nach dieser Leistung durchaus positiv gewesen, so Schmidt, diese Gemütslage "müssen wir jetzt nach Bochum transferieren".
Auch Berlins Cheftrainer Jos Luhukay ("Es war ein glücklicher Arbeitssieg") zollte dem Gegner nach Spielende "großen Respekt". Darüber hinaus ist sich der Holländer sicher, "dass sich Paderborn die Punkte, die man gegen uns nicht bekommen hat, jetzt woanders holen wird". Auch Christian Strohdiek, gegen Hertha bester Abwehrspieler, glaubt nicht, dass "wir am Sonntag aus Bochum schon wieder mit null Punkten heimkehren werden".
Die jüngste Niederlage "hat die Mannschaft sogar gestärkt", befindet der Innenverteidiger. Eine "phasenweise wirklich gute Vorstellung" hatte auch Markus Krösche miterlebt. Ansonsten monierte der Kapitän den vermeidbaren Abwehrfehler vor dem 0:1 und vermisste "unsere Zielstrebigkeit nach vorn".
@ Fan: Strohdiekt war der beste ABWEHRspieler! gebe der NW zwar nicht oft recht, aber in diesem Fall stimme ich mit der Meinung der Sportredaktion überein. warst Du überhaupt im Stadion?
@ xiamen: richtig! Trainer Schmidt wirkt von aussen und von weitem hilflos beim Hinsehen, wenn er emotionslos an der Seitenlinie steht. Man wünscht sich da mehr den Roger in ihm - um die Mannschaft auch mal wachzurütteln wenn es nicht so gut läuft! :-)