Paderborn. Zwei Tage vor dem nächsten Heimspiel des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn gegen Cottbus (Freitag, 18 Uhr, Benteler Arena) hat der Präsident des aktuellen Tabellensiebten, Wilfried Finke, andere Finanzstrukturen für den Verein gefordert und diesen Appell "als Weckruf" für die Öffentlichkeit beschrieben.
"Vielen ist offensichtlich nicht bewusst, dass hier in Paderborn mit ganz geringen Mitteln außergewöhnliche Erfolge erzielt werden", verweist Finke auf das neueste Zahlenwerk der Bundesliga, in denen auch Aufwand und Erlöse der Zweitligisten genau aufgelistet sind. Der Verein, so merkt er mit Stolz an, mache zwar seit zwei Jahren Gewinne, "aber nur durch Transfers von Spielern."
Man müsse in Zukunft einfach mehr diejenigen in die Pflicht nehmen, "denen der Fußball in Paderborn etwas bedeutet", sagt er. Finke wird aber auch konkret. So erhalte der SCP an städtischen und halbstädtischen Zuwendungen 85.000 Euro, bezahle aber an die Stadt und ihre Töchter jährlich eine Summe von 400.000 Euro.
In Bochum, so führt er als Gegenbeispiel an, engagierten sich die Stadtwerke mit 1,2 Millionen beim VfL, in Aue beispielsweise bringe die Sparkasse einen Betrag von etwa 600.000 Euro ein. Nach Finkes Ausführungen liegt dem SCP jetzt die Baugenehmigung für das geplante Trainingsgelände am Stadion vor. Die Baukosten beziffert der Unternehmer auf eine knappe Million Euro. Für Betrieb, Tilgung und Pacht wären pro Serie 350.000 Euro aufzubringen.
"Veränderungen sind notwendig"
Eine Beteiligung des Vereins bei einer Weiterentwicklung eines städtischen Geländes lehnt Finke kategorisch ab, denn das gehe nur auf Kosten des ohnehin knappen Spieleretats. So gibt er den Spielball an die Stadiongesellschaft weiter, macht aber auch deutlich, dass das Wohl des Vereins nicht immer nur von den gleichen sechs oder sieben Personen abhängig gemacht werden könne. "Veränderungen sind notwendig, wenn wir irgendwann auch mal den sportlichen Erfolg abschöpfen wollen."
So ist es dem Vereinschef ein Rätsel, warum jetzt nach drei Siegen in Folge die Zuschauerzahlen in den Keller rutschen. "Die Ansprüche sind zu hoch und die Würdigung für das hier Geleistete sollten in Zukunft einfach eine andere Form annehmen", so Finkes Wunsch.
Außer seiner Brandrede stand aber auch das Sportliche im Mittelpunkt.
Im Hinspiel, so analysierte Trainer Stephan Schmidt, sei Cottbus die bessere Elf gewesen. "Wir müssen uns jetzt mit dem Gegner auf einem anderen Niveau treffen", weiß der Coach, dass das Selbstvertrauen nach drei Siegen allein nicht ausreiche, um gegen Cottbus zu bestehen. Nur Christian Strohdiek wird mit einen Infekt ausfallen.
Nach drei Siegen drei Niederlagen?!
Siehst Du, ich habe zwar meine Jahreskarte immer noch, werde aber definitiv an den Heimspielen und Auswärtsspielen, sobald ich konnte nicht mehr meine Anwesenheit dort erscheinen lassen!
Trotzdem bin ich dafür das der Trainer gehen sollte!
Wenn wir Glück haben gewinnen wir in Köln, aber dann müsste vorher auf eines der Kuhwiesen trainiert werden was ich am 01.03.2013 um 10:45Uhr schon geschrieben hatte!
Aber lasst mal den Ball ruhig weiter laufen, @ chefplaner wird Euch schon wieder aufbauen, der sieht es immer so, wie er es meint!