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01.04.2013
Pauli-Torwart vereitelt Sieg des SC Paderborn
FC St. Pauli - SC Paderborn 2:2 (0:0)

Zweikampf | FOTO: DPA

Hamburg/Paderborn (nw). St. Paulis Torwart Philipp Tschauner hat mit seinem Treffer in letzter Minute zum 2:2 (0:0) eingenetzt und damit den Sieg des SC Paderborn am Millerntor vereitelt.

Die Hamburger waren durch Markus Ebbers in der 53. Minute in Führung gegangen. Nur drei Minuten später kassierten die Gastgeber aber durch Deniz Yilmaz den Ausgleich. Der ehemalige Kiez-Profi Mahir Saglik erhöhte auf 2:1 (84.) für den SC Paderborn. In der 90. Minute wuchtete Tschauner nach einem Eckball den Ball mit dem Kopf ins Tor. In der Tabelle bleibt St. Pauli Zwölfter mit 33 Punkten und Paderborn mit 36 Zählern Neunter.

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Die Stimmung bei den Anhängern im nahezu ausverkauften Stadion ist zu Beginn der ersten Halbzeit bestens. Das Geschehen auf dem Rasen sorgt allerdings noch nicht für den größten Unterhaltungswert, die ersten Minuten sind sehr zerfahren, es kommt kaum Spielfluss auf.

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In der 9. Minute zieht Daniel Brückner aus etwa 25 Metern in zentraler Position mit links ab. Allerdings bekommt er nicht richtig Druck hinter den Ball, und Philipp Tschauner im Kasten der Hausherren pariert ohne Mühe. Nur vier Minuten später versucht sich Meha aus der zweiten Reihe, aber auch dieser Schuss stellt Tschauner vor keinerlei Probleme.


Die erste Torannäherung der Gastgeber gibt\'s in der 18. Minute, aber Gyau zielt aus 15 Metern deutlich rechts am Tor der Paderborner vorbei. Pauli kommt jetzt öfter in den Paderborner Strafraum. Wenig später kommt Kringe am linken Strafraumeck zum Abschluss, der Ball fliegt aber einen Meter am rechten Eck vorbei.

Nach einem lang gezogenen Freistoß von Meha aus dem Halbfeld kommt Christian Strohdiek in der 22. Minute fünf Meter vor dem Hamburger Tor zum Kopfball, setzt diesen aber doch deutlich vorbei.

Nach 30 Minuten Spielzeit spielt sich das überwiegende Geschehen im Mittelfeld ab, beide Seite bekämpfen sich intensiv und lauern auf die Fehler des Gegners. Wirklich hochkarätige Chancen gibt es bislang nicht - weder für Pauli noch für Paderborn.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann die erste Chance für den SC Paderborn: Naki legt klug ab auf den völlig freistehenden Brückner, doch der jagt den Ball aus elf Metern über die Latte.

Die erste Halbzeit entwickelt sich zunächst zu einer umkämpften Partie, in der St. Pauli phasenweise leichte Vorteile hat. Insgesamt fehlen aber bis kurz vor der Pause die Torchancen. Dann bietet sich Brückner die dicke Möglichkeit, den SC Paderborn doch noch im ersten Abschnitt in Führung zu bringen (45.+1). Insgesamt bleibt die Begegnung in der ersten Halbzeit auf eher mäßigem Niveau, Pauli merkt man den unbedingten Willen, dieses Spiel gewinnen zu wollen, nicht an.Zum Start der zweiten Halbzeit vertändelt Ziegler den Ball leichtfertig gegen Bartels. Der steht dadurch frei vor Kruse, doch der Schlussmann des SC Paderborn entschärft den Schuss mit einem starken Reflex.

1:0 für St. Pauli in der 53. Minute: Schachten flankt von der linken Seite nach innen. Ebbers braucht nur noch den Fuß hinhalten und drückt den Ball über die Linie. Doch der SC Paderborn reagiert prompt und macht den Ausgleich. Nach Zuspiel von Naki lässt Deniz Yilmaz Tschauner mit einem satten Schuss ins linke Ecke keine Abwehrchance. 1:1.

In der 62. Minute erhält Pauli einen Freistoß in zentraler Position zugesprochen - etwa 18 Meter vom Tor entfernt. Boll zieht ab, doch der Ball wird von einem Paderborner Verteidiger abgeblockt und sorgt somit für keinerlei Gefahr.

74. Minute: Bartels mit einem zu kurzen Rückpass auf Tschauner. Der muss zur Abwehr aus dem Tor eilen, wird dabei noch gestört und so landet das Leder bei Brückner, der aber aus 16 Metern weit am Tor vorbei schießt.

84. Minute: Ausgerechnet Saglik, der ehemalige Paulianer, trifft zum 2:1 für Paderborn. Nach einem langen Ball auf Naki, scheitert dieser zunächst an Tschauner. Den Abpraller drückt Saglik lässig über die Linie.

Unfassbar: Nach einer Ecke von Daube schraubt sich der mit nach vorne geeilte Torhüter des FC St. Pauli, Philipp Tschauner, in der 90. Minute entschlossen nach oben und wuchtet die Kugel mit der Stirn zum 2:2 in die Maschen.

FC St. Pauli - SC Paderborn 2:2 (0:0)

St. Pauli: Tschauner - Avevor, Mohr, Thorandt, Schachten - Boll, Funk - Gyau (46. Bruns), Kringe (77. Daube), Bartels - Ebbers (58. Thy). - Trainer: Frontzeck
  
Paderborn: Lukas Kruse - Jens Wemmer, Ziegler, Strohdiek,
Bertels - Demme, Mario Vrancic (88. Zeitz) - Meha, Brückner - Yilmaz
(79. Saglik), Naki (90. Philipp Hofmann). - Trainer: Schmidt
  
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Tore: 1:0 Ebbers (53.), 1:1 Yilmaz (56.), 1:2 Saglik (84.), 2:2
Tschauner (90.)

Zuschauer: 28.278
  
Gelbe Karten: Gyau, Schachten (5), Thorandt (8), Bartels (6) -
Meha (5)


Kommentare
Es muss doch wohl für allen klar sein, das man den St. Pauli Keeper nicht aus den Augen verlieren durfte, oder hat man schon an die Siegesfete gedacht?
Was haben wir da für einen Trümmerhaufen.

auch wenn es gefühlt ein "geraubter Sieg" war (der sicherlich glücklich, aber nicht unverdient gewesen wäre), war es doch eine tolle Mannschaftsleistung. die 1.HZ war offensiv zwar wenig, bis auf Brückner s 100% ige Chance. Aber Kampf und Einstellung haben schon gestimmt! weiter so SCP!

Frechheit, was der P. Ziegler da vor dem 2. Gegentreffer gemacht hat. Erst das völlig stümperhafte herumgestochere und Kerze im eigenen 16er, was letztlich auch zur Ecke geführt hat. Dann kommt die Ecke reingetreten und der Typ steht da dumm rum und glotzt. Gut das wir in der Innenverteidigung für die neue Saison handeln

Was soll man sagen. Paderborn war auf Grund der zweiten Halbzeit das etwas stärkere Team in einem schwachen Spiel. Einstellung und Einsatz haben gepasst und ich hoffe so geht der SCP auch in die restlichen Spiele. Da hat man mal Willen gesehen. Naki ( auch wenn er gut war ) hätte ich auf Grund seiner Äußerungen in der Hamburger-Presse vor dem Spiel nicht spielen lassen. Das 2-2 geht auf die Kappe von Herrn Kruse der mal wieder auf der Linie angeklebt war. Zu dem Eckball hätte es natürlich auch nicht kommen dürfen. Wir verschenken wieder mal zwei Punkte gegen Pauli in der Nachspielzeit. Wie gesagt, Einsatz und Wille waren diesmal lobenswert.

@Jauzer / paderGay: in den letzten 15 Jahren haben immer 39 Punkte für Platz 15 gereicht, was gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt ist! der Vorteil ist, wir haben jetzt gegen Union am Sonntag ein Endspiel: Ein Sieg und der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach!! das wärs

ich fands gestern schonmal ein Schachzug den NAKI spielen zu lassen. War von Schmidtti gar nicht mal so übel, schließlich war er gestern kämpferich voll dabei gegen seinen LieblilngsVerein. Und Yilmaz merkts man an, dass der um seinen Vertrag kämpft. Finde ich richtig, ihn wieder spielen zu lassen.



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