5. Etappe: Scuol, 9. September
"Die Ostwestfalen haben es krachen lassen." Mit überschwänglicher Freude und einer gehörigen Portion Stolz kommentierte Stefan den Ausgang der heutigen 5. Etappe.
Beim Bergsprint in Scuol über 6,1 Kilometer mit 936 Höhenmetern hinauf zur Motta Naluns (2.200 Meter ü.NN) erlebten die beiden "Flachland-Tiroler" aus Ostwestfalen den bisherigen Höhepunkt ihrer verrückten Alpenüberquerung. Mit einer Teamzeit von 1:33:27 Stunden rannten sie wie entfesselt als Zweite der Masterklasse auf das Treppchen der Tageswertung.
"Wir haben darauf spekuliert, dass wir irgendwann mal richtig angreifen können. Und heute morgen haben wir uns gesagt: Wenn überhaupt, dann geht das nur jetzt, weil es nur bergauf geht."
Der Plan ging auf, die Belohnung war gigantisch. "Die Siegerehrung war Emotion pur", schwärmte Stefan nach der besonders stimmungsvollen Zeremonie auf 2.200 Metern Höhe, umgeben von spektakulären Gipfeln des Engadins.
Für einen zusätzlichen Paukenschlag sorgte Marcus, der mit 43:47 Minuten als Zehnter der Gesamt-Einzelwertung in die europäische Spitze der Berglauf-Profis vorstieß. Stefan, der sich angesichts der noch folgenden drei Etappen "ein halbes Korn" zurückbehielt, lag mit 49:40 Minuten auf dem starken 51 Platz in der noch 452 Teilnehmer umfassenden Ergebnisliste.
Ausnahmsweise durften die Läufer heute nach dem gemeinsamen Start ihr individuelles Tempo laufen, ihre Einzelzeiten wurden addiert. Nun bleibt abzuwarten, ob die heutige Top-Leistung Marcus und Stefan beflügelt oder ob sie auf der 37 Kilometer langen 6. Etappe von Scuol nach Mals (Italien) dafür bezahlen müssen . . .
Karsten, Eberhard und JürgenUnser Tagesablauf
- 5.30 Aufstehen
- 6.00 Frühstück
- 6.30 Massage
- 7.15 Abfahrt zum Start
- 7.45 Meldung beim Start
- 8.00 Start der Etappe
- 12.30 bis 13.30 Uhr Zielankunft
- 14.30 Abfahrt vom Zielbereich zur Unterkunft
- 15.00 Massage
- 16.00 Tagebuch mit Auswertung der Fotos
- 18.00 Pasta Party im Zielort
- 19.30 Siegerehrung der Tagessieger
- 20.00 Tagesbriefing der nächsten Etappe durch den Streckenchef Wolfgang Pohl (Wetterbericht, Streckenprofil. Besonderheiten, gefährliche Passagen der kommenden Etappe...)
- 20.30 Packen der Rucksacks für die nächste Etappe (Getränke, Verpflegung, Bekleidung, Trailbook, ID-Karte)
- 21.00 Teamsitzung mit Ablaufplan des Folgetages (Abreise, Verlegung mit dem Bulli zum neuen Zielort, Bezug neuer Unterkunft, Organisation Zielankunft)
- 21.30 Bettruhe