Die Strecke war weglos und mit viel losem Geröll, rutschig und vor allem ständig steil. Stefan konnte sich aus Sicherheitsgründen oftmals nur auf allen vieren aufwärts bewegen. Immerhin sorgte auf der Rappenscharte ein Tuba-Spieler für zusätzliche Motivation und Ablenkung von den Qualen des Aufstiegs.
Alpine Defizite beim Abstieg
Beim Abstieg zeigten sich wieder die alpinen Defizite. Außerdem war der Höhenunterschied mit 2.300 Metern auf 15 Kilometern grenzwertig, nicht nur aus orthopädischer Sicht. Die Belastung für die Kniegelenke war wahnsinnig. Im Ziel, aber auch schon unterwegs, hatte das Rescue-Team alle Hände voll zu tun. Für einige Teams wird das Rennen heute leider nach Stürzen und Verletzungen beendet sein – besonders bitter nach 7 von 8 Etappen.
Als unsere beiden das Ziel in Schlanders nach 5:48:30 Stunden erreichten (was im Gesamtklassement von 67 Master-Teams immer noch den 18. Platz bedeutet), war Stefan sein Glück bewusst: "Wäre die gestrige schlechte körperliche Verfassung am heutigen Tage aufgetreten, dann wäre das Rennen spätestens an der Rappenscharte für mich – und somit für uns - beendet gewesen".
So aber hat auch Stefan das Endziel fest vor Augen: "Gestern war es nur der Wille, heute ist es auch der Glaube." Für Marcus hat die letzte Etappe über 28 Kilometer und 1.800 Höhenmeter von Schlanders nach Latsch ohnehin keinen Schrecken mehr. "Es ist nur noch ein langer Sprint zu erledigen."
Karsten, Eberhard und Jürgen

1. Etappe: Oberstdorf (GER) – Lech (AUT), 35,03 Kilometer
2. Etappe: Lech (AUT) – St. Anton (AUT), 23,83 Kilometer
3. Etappe: St. Anton (AUT) – Galtür (AUT), 32,97 Kilometer
4. Etappe: Galtür (AUT) – Scuol (SUI), 39,92 Kilometer
5. Etappe: Bergsprint in Scuol (SUI), 6,19 Kilometer
6. Etappe: Scuol (SUI) – Mals (ITA), 37,02 Kilometer
7. Etappe: Mals (ITA) – Schlanders (ITA), 34,51 Kilometer
8. Etappe (Schlussetappe): Schlanders (ITA) – Latsch (ITA), 28,62 Kilometer
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