8. Etappe: Latsch, 12. September
Stefan und Marcus haben es geschafft. "Wir sind da", schrien sie, als sie um 12.40 Uhr das Ziel der letzten, 28 Kilometer langen Etappe in Latsch erreichten. Nach insgesamt 238 Kilometern mit 15.422 Höhenmetern im Aufstieg und 14.659 Höhenmetern im Abstieg hatten sie die Alpenüberquerung auf der Westroute erfolgreich bewältigt. Unbändige Freude herrscht im gesamten Team, die Finisher-Party wird bestimmt der krönende Abschluss eines echten Abenteuers.
Marcus und Stefan gelang heute noch mal ein starkes Rennen. Nach einem harten, 11 Kilometer langen Anstieg von 700 auf die 2.300 Meter ü. NN gelegene Göfianscharte konnten sie endlich auch einmal im Abstieg ihre läuferische Qualitäten ausspielen, da das Streckenprofil recht moderat war. Die letzten Kilometer durch die Südtiroler Obstplantagen legten beide bereits mit strahlenden Gesichtern zurück. Schließlich kamen sie mit 3:40:24 Stunden hinter zahlreichen Profis als 35. der Tageswertung und als elftbestes Masterteam ins Ziel.
In der Gesamtwertung belegen Marcus und Stefan mit 34:46:23 Stunden den 16. Platz in der Master-Kategorie (beide Läufer zusammen über 80 Jahre). Der Rückstand auf die Klassensieger Anton Philipp/Thomas Miksch (Allgäu) beträgt 8:00:25 Stunden. Noch fast drei Stunden schneller waren die schottischen Profis Andrew Symonds und Tom Owens, die wie mit Flügeln über die Alpen jagten, sieben Etappen gewannen und insgesamt nur unglaubliche 24:02:47 Stunden benötigten.
"Ich hatte den besten Ziehvater der ganzen Welt", ging der Dank von Stefan besonders an Marcus, der ihn auf den einzelnen Etappen und besonders in den beiden kritischen Tagen mental auf Händen trug. "Im einem Team ist es immer so, dass einer mal etwas stärker ist als der andere – ich bin froh, dass mich nicht so eine Schwächephase erwischt hat", lobte Marcus den Durchhaltewillen von Stefan.
Beide wussten aber auch, wem noch ein großer Dank gebührt: "Wir hatten mit Karsten Stolle, Jürgen Benning und Eberhard Dröge ein tolles Team um uns herum. Und wir bedanken uns auch bei allen anderen, die uns auf verschiedene Art und Weise unterstützt haben."