Paderborn. Anfang Oktober 2011 haben die Webmoebel Baskets Paderborn am vierten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga bei den Crailsheim Merlins mit 87:91 verloren. Ole Wendt kam in der spannenden Partie nicht recht zum Zuge. Paderborns junger Playmaker spielte nur sieben Minuten. Wenn heute (20 Uhr, Sportzentrum) das Rückspiel ansteht, wird der Gymnasiast wohl einiges mehr an Verantwortung übertragen bekommen.
"Ole hatte zu Beginn der Serie leichte Probleme. Dann ist er konstanter geworden", sagt Thomas Glasauer über den 19-Jährigen, der in den letzten neun Partien im Schnitt mehr als 20 Minuten auf dem Parkett stand und beim jüngsten 92:87-Erfolg in Homburg eine seiner besten Leistungen überhaupt im Baskets-Dress ablieferte. "Wir sind mit Ole und Jamar Diggs auf der Pointguard-Position besser besetzt als die meisten anderen Zweitligateams", betont der Coach und sieht dem Reismann-Schüler manche Formschwankung nach: "Das ist in dem Alter doch völlig normal."
Ole Wendt macht um seine gute Vorstellung in Homburg nur wenig Aufhebens. "Ein ordentliches Spiel ist zu wenig. Ich möchte diese Leistungen jetzt gern bestätigen", sagt der 1,90-Meter-Mann, der mit sich selbst zu Beginn dieser Spielzeit nicht ganz zufrieden war. "Ich bin schlecht in die Serie reingekommen. Das passiert mir schon mal", betont Ole Wendt, der in diesen Monaten viel um die Ohren hat. Denn im Frühjahr stehen für ihn wie auch für Zwillingsbruder Lars am Reismann-Gymnasium die Abiturprüfungen an. "Noch passt das alles ganz gut mit Schule und Sport. Doch in ein paar Wochen könnte es stressig werden", sagt der Guard, der die Reifeprüfung unbedingt bestehen will. "Erst mache ich Abitur. Dann spiele ich im Sommer für die U20-Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Und anschließend sehe ich weiter", umreißt Wendt sein Programm der nächsten Monate. Eine Entscheidung über die sportliche Zukunft werde er erst nach den Titelkämpfen, die im Juli in Slowenien stattfinden, fällen. Klar ist, dass die Baskets ihm ein Angebot zur Vertragsverlängerung unterbreiten. "Ich möcht Ole gern behalten", sagt Glasauer.