Still war es an diesem Sonntag um die Radrennbahn. Wo sonst das stetige Brummen des Autoverkehrs zu vernehmen ist, bestimmten Fahrradklingeln, das Krächzen der Krähen und Kommandos auf dem geheiligten Grün das spätsommerliche städtische Naherholungsgebiet. Das Souterrain trug sogar in einer ganz eigenen Art und Weise zur Ruhe bei, da nur zwei Spiele stattfanden. Sicherlich waren die restlichen Teams wie 70.000 andere Sportbegeisterte autofrei zwischen Bielefeld und Herford unterwegs.
Fahrstuhl und Wurst zeigten dagegen erneut Spieltrieb. Die alteingesessenen Teams der Bolzenbande links außen (6:2 gegen die 11 Richtige AG) und Sensimilla Casa (4:2 Sieg gegen die Almsteiger) sicherten sich dabei im Fahrstuhl torreich die Plätze an der Sonne. Bei den Almsteigern war zumindest für Jochen der Schuldige für die Niederlage schnell gefunden: "Zwei Tore gehen auf das Konto von Spielerlegende Hulli, der die Glückstrikots zuhause im Keller gebunkert hat und einfach nicht zum Spiel erschienen ist". Die beiden anderen Gegentreffer sind ihm nur schwerlich in die Schuhe zu schieben. Eines resultierte aus einem krassen Abwehrfehler, das andere war ein Eigentor. Aber ob das mit Glückstrikots gefallen wäre?
In der Wurst freuten sich ein paar Liga-Urgesteine ebenfalls über reichlich Punkte. Gründungsmitglied Partisan Ekstase machte sich das Leben zwar selbst schwer, am Ende waren sie laut Partisane Mathis jedoch nicht nur "klar besser im Auslassen größter Tormöglichkeiten" sondern auch im Nutzen, so dass ein 4:3 gegen Ausgerechnet Jumping stand. Für die Huscher Löwen, einst aus den Mit-Ligagründern Sieker Löwen und Huschern hervorgegangen, meldete Lanius "pflichtgemäß den ersten Sieg in der Wurstliga gegen Mitaufsteiger Klimke auf Ahlerich." Ein weiterer Aufsteiger sorgt ebenfalls mächtig für Furore. Die Helden am Ball ließen dem Geist von Balladasdarayn beim 3:0 keine Chance, so dass H.a.B. Mitleid dank der besseren Tordifferenz sogar die Tabellenspitze der Wurst erreichte.







