Auch die Wilde Liga unterliegt dem Wandel der Jahreszeiten. Nach dem herrlichen Altweibersommer grüßte erstmalig der Herbst mit Sturmböen, Hagel und Regen. Stürmisch ging es an der Radrennbahn vor allem im Souterrain zu. Dort fielen in fast jedem Spiel Tore satt. Schön für Zuschauer, ein Graus für jede Abwehrreihe. Auf die Spitze trieben es dabei Feyenoord Dauerstramm und die Jackals. Feyenoord stürmte mit dem Herbst um die Wette und eroberte mit dem 13:2 Sieg sogar die Tabellenführung. Ohh Ah Cantona und VN Rudelbildung ließen sich ebenfalls nicht lumpen und überzeugten offensiv auf ganzer Linie.
Frei nach dem Motto ‚Geben ist seliger denn Nehmen‘ handeln währenddessen zahlreiche andere Vertreter der wilden Zunft. Ob am Ende der Wurst, im Fahrstuhl oder im Souterrain: Die Null steht allzu häufig. Leider auf dem Punktekonto. So konnten beispielsweise der 1.FC Torlouse oder Dr. Reiner Klimke auf Ahlerich noch keinen Zähler verbuchen. Es ist so nur noch eine Frage der Zeit, bis die Mechanismen des Fußballgeschäfts greifen, da ist die Wilde Liga keine Ausnahme: Zuerst wird in Ruhe analysiert, dann darüber nachgedacht und dann so weiter gemacht, wie bisher. Denn solange der Spaß am Spiel nicht verloren geht, ist auch ein kleiner Fehlstart kein Grund zur Panik.
Einen Weg aus der Krise kann dabei immer das nächste Spiel weisen. Vor allem aber bietet der Pokal mit seinen eigenen Gesetzen eine gute Gelegenheit, dem tristen Ligaalltag zu entfliehen. Wer dem damaligen Drittligisten Disko Partizani als Pokalsieger nachfolgen will, schaute somit logischerweise gespannt auf die Auslosung der ersten Pokalrunde auf der gestrigen Ligasitzung. Wer die verpasst hat, muss sich bis nächste Woche gedulden: Sie fand nach Redaktionsschluss statt. Die Pokalpaarungen, bei denen noch wilde Helden geboren und Fehlstarts vergessen gemacht werden können, sind ab kommendem Montag auf nw-news.de nachzulesen.







