Sonnabend, 11.02.2012
Homepage-Ticker | RSS | Twitter | Impressum | Kontakt | AGB | Mediadaten


Schrift

12.07.2011
Sommertheater 2002/2003
Die Don Quijotes der Wilden Liga
VON RALF PALMISANO

Nach der Saison ist ja bekanntlich immer auch vor der Saison! Das gilt natürlich auch für den Bielefelder alternativ Fußball in der Wilden Liga. Die Saison 2002/2003 ist lange vorbei und der bisherige Sommer bietet willkommene Gelegenheit all die kleinen und großen Malessen am kühlen Pool mit kalten Gersteninfusionen zu auszukurieren. Am einfachsten dürfte dies sicher den diesjährigen Gewinnern der verschiedenen Titel die es zu erringen gab, gefallen sein. "Lok Glücksbier" grüßt erneut als Meister und wer weiß, die Art wie sie ihren Titel verteidigt haben, nämlich sehr souverän, läßt die Frage aufkommen, ob hier eine Dominanz entsteht, wie sie früher mal von Mannschaften wie den "Krawall Stars" oder "Ajax Aufruhr" ausgeübt wurde. Zumindest haben sie gute Voraussetzungen geschaffen, nicht zuletzt durch den Coup einen in der Wilden Liga ganz wichtigen Ausrüster als Sponsor zu gewinnen. Die Partnerschaft mit dem Bierbrauer Barre Bräu wird sicherstellen, daß in Zukunft immer genug isotonisches Getränk am Spielfeldrand steht, um auch bei 40°C noch weiteren Titeln hinterher zu jagen. Allerdings werden sie sicherlich in der nächsten Saison einen harten Konkurrenten bekommen. Der Fahrstuhl Meister und diesjährige Pokalsieger "Dieter Hoeneß Hirnverband" hat ebenfalls eine mehr als überzeugende Saisonleistung geboten. Wenn sie ihr, im Angesicht des sicheren Aufstiegs, zum Schluß praktiziertes Laissez faire wieder abstellen dürfte dies das Duo sein an dem ein Titelaspirant erst einmal vorbei muß. War früher an dieser Stelle Schluß mit der gebotenen Erwähnung der Meister, muß man dieses Jahr noch einen weiteren nennen. Der "Geist von Bern" hat den dritten offiziellen Titel der Wilden Liga geholt. Dritter Titel, fragt sich jetzt mancher? Jawohl, es gab vergangene Saison einen weiteren Titel zu gewinnen. Das Plenum hatte in der ersten Sitzung nach der letztjährigen Sommerpause beschlossen ein Hallenturnier zu Überbrückung der spielfreien Zeit im Winter zu versuchen. Trotz widrigster Umstände, man versuche im September mal noch zusammenhängende Hallentermine für den Winter zu bekommen, gelang es den Vornesitzern da noch was zu drehen. Die unermüdliche Arbeit, insbesondere von Vornesitzer Ralf, der sich auch noch um Sponsoren und einen Mitveranstalter kümmerte sollte belohnt werden. Mit einer kleinen, aber tatkräftigen Riege von Helfern aus der Liga wurde ein Turnier aus dem Boden gestampft, das bei allen Beteiligten großartig ankam. RadioHertz stellte seine Kreativität nicht nur im Äther, sondern auch bei der Gestaltung der Pokale unter Beweis. Footb.owl steuerte den Torjägermeister, eine wunderbar nostalgische Spielerfigur aus den fünfziger Jahren bei und auch einen Fairplay Cup der NW gab es zu erringen. Der Gewinner des ersten Turniers "Wilder Winter" ist besagter "Geist von Bern" geworden. Eine Fortsetzung ist geplant und die ersten Vorbereitungen sind in die Wege geleitet.

Titel sind aber zum Glück, auch wenn sie das Salz in der Suppe sind, nicht alles in der Wilden Liga. Trotz manchmal gegenteiliger Behauptung, es gibt sie noch die unermüdlichen Don Quijotes der Liga, die ein ums andere Mal zweistellig geschlagen vom Platz gehen und trotzdem jeden Sonntag aufs Neue antreten und versuchen dieses Mal aber nur einstellig zu verlieren. Das Team rund um das HoT Westside mit dem Namen "Inter HAIland" hat sich die ganze Saison über nicht entmutigen lassen. Soviel Spaß am Spiel wurde dann zum Schluß auch belohnt. Nicht nur, daß es noch Punktgewinne gab, nein, sie haben es sogar geschafft unter 200 Gegentoren zu bleiben! Doch wer jetzt meint hämisch grinsen zu dürfen, dem seien die Worte von Ossi, Trainer von "Lok Glücksbier" ans Herz gelegt. Dieser wies darauf hin, daß auch sie am Anfang ihrer Liga Karriere ein Abo auf den allerletzten Platz in der Wilden Liga hatten. Schauen wir also mal öfter auch was am anderen Ende der Tabelle so passiert!

Die alljährliche Deutsche Alternativ Meisterschaft (DAM) fand heuer ja in Bremen statt und es waren drei Teams, welche die Fahne der Wilden Liga hochhielten vertreten. Neben den "Finsterlingen" und den "Lederkerlen" waren, wen wunderts, die "Balltänzer" vor Ort. Niemand wird sich ebenfalls darüber wundern, daß die "Balltänzer", beinahe schon traditionell, im Finale unterlagen. Diesesmal allerdings, wie sie selbst sagten, nicht absichtlich. Interessanter ist ihr Weg dorthin. Nun verhält es sich nicht nur so, daß gilt: Einmal Balltänzer, immer Balltänzer, nein auch die DAM selber ist ja ein durchaus legendäres Ereignis, bei dem teilnehmen zu dürfen schon eine gewisse Ehre mit sich bringt. Ja und dann wurden auch die Balltänzer von akuter Personalnot ereilt. Was machen? Man erinnert sich an einen Mitstreiter, der aber dummerweise gerade in Portugal weilt. Egal, ein Anruf und die Zusage mit dem nächsten Flieger einzuschweben stand. Allerdings stand da noch ein Handicap im Weg. Da besagter Spieler die Fußballschuhe schon an den berühmten Nagel gehängt hatte, hieß es auch hier Abhilfe zu schaffen. Ein weiterer Anruf und per Kurier wurde vom Strafraum Sportladen passendes Fußwerkzeug auf den Weg gebracht. Wer jetzt denkt, man das ist ja schon eine unglaublich Geschichte. Es sllte noch besser kommen! Es war genau dieser Spieler, der das entscheidende Tor zum 1:0 schoß, mit dem der Weg ins Finale für die Balltänzer frei war! Ja, so soll es sich zugetragen haben. Doch ein wenig Wehmut mischt bei der Erwähnung der DAM und dem Team der "Finsterlinge" auch mit. Es gibt sie nicht mehr, die "Finsterlinge". Das einzige Team das bisher eine DAM nach Bielefeld geholt hat waren sie und nun hat der Zahn der Zeit zugeschlagen und sie haben sich aufgelöst!

Das bedeutet jedoch nicht, daß die Liga, die Zahl der Mannschaften betreffend, am Stock geht. Im Gegenteil, der Zulauf ist enorm, in der nächsten Saison werden wohl 52 Teams an den Start gehen. Da werden erste Gedanken laut, wonach man über eine Begrenzung hinsichtlich der Mannschaftszahl wird nachdenken müssen. Das wäre einigermaßen revolutionär, aber aufgrund der Platzkapazitäten möglicherweise unumgänglich. Eine kleine Revolution hingegen gab es schon. Das eherne Gesetz wonach in Wurst- und Fahrstuhl-Liga nur 14 Teams spielen ist Makulatur. Zukünftig werden dort 15 Mannschaften um den Ball und Punkte kämpfen. Durch diese Änderung gab es in der abgelaufenen Saison denn auch soviel Aufsteiger wie selten zuvor! Insgesamt 9 Teams konnten sich verbessern und sorgen somit diese Saison für eine größere Abwechslung in den einzelnen Ligen! Damit ist im Kleinen das erreicht, was im Großen ja gescheitert ist. Der Gedanke, die drei Ligen einmal ganz neu zu mischen wurde von den meisten Teams als nicht so ansprechend empfunden und damit abgelehnt. Aber was bedeutet das schon. Insbesondere für die Wilde Liga gilt: Sicher ist nur das alles immer ganz anders kommt und das ist ja auch gut so!

Erschienen footbowl 2003





Schrift



Anzeige


Anzeigen

Arminia Bielefeld
Arminia unglücklich mit Absage des Spiels gegen Wehen-Wiesbaden
Bielefeld (pep). Für Gino Lettieri, den Trainer von Wehen Wiesbaden, war schon am Donnerstag klar: "Hier kann man nicht spielen. Das ist wie Beton."... mehr

Arminia Bielefelds Spiel beim SV Wehen-Wiesbaden abgesagt
Bielefeld (nw). Am Freitagmorgen ist das für Samstag terminierte Drittliga-Spiel von Arminia Bielefeld gehen den SV Wehen-Wiesbaden abgesagt worden.... mehr

Arminia-Trainer Krämer verlangt bessere Abwehrarbeit
Bielefeld. Sechs Spiele der Dritten Liga sind für das anstehende Wochenende wegen zu schlechter Platzverhältnisse abgesagt – der DSC Arminia aber... mehr

Arminia-Coach Krämer im Video-Interview
Bielefeld (nw). Arminia Bielefelds Trainer Stefan Krämer steht mit seiner Elf am Samstag vor einem Duell auf Augenhöhe. Gegner Wehen-Wiesbaden hat wie... mehr

Fabian Klos: Musterbeispiel der Arminia
Aller guten Dinge sind drei. Nachdem bereits Marc Rzatkowski und Johannes Rahn in den vergangenen Wochen als Kandidaten für die Wahl zum Drittliga... mehr


Fußball
Dortmund hält Bayern auf Distanz - Gladbach siegt
Berlin - Mit einem 3:0 (3:0)-Sieg gegen den FC Schalke 04 hat sich Borussia Mönchengladbach auf Platz drei der Fußball-Bundesliga vorgeschoben. Die... mehr

Union siegt 4:0 gegen Dresden - KSC schafft Remis
Berlin - Zweitligist 1. FC Union Berlin hat sich mit einem 4:0 (1:0)-Erfolg im brisanten Ost-Derby für die 0:4-Pleite im Hinspiel bei Dynamo Dresden... mehr

3:2 gegen Freiburg: Wolfsburg aus der Abstiegszone
Wolfsburg - Trotz eklatanter Abwehrschwächen hat sich der VfL Wolfsburg aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Vor allem dank der... mehr

BIELEFELD: Löhner Nationalspielerin Lena Goeßling im Interview
Bielefeld. "Hallo", ertönt es am anderen Ende der Leitung. Die Stimme Lena Goeßlings klingt erfrischend klar und vermittelt den Eindruck... mehr

Tottenhams Redknapp soll sich entscheiden
London - Tottenham Hotspur hat es seinem Trainer Harry Redknapp freigestellt, ob er nach dem Rücktritt von Fabio Capello englischer Fußball... mehr