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30.03.2010
Arminia Bielefeld entbindet Dammeier von seinen Aufgaben
Eulberg Trainer bis Saisonende / Neuer Coach soll auch Geschäftsführer werden

Degradiert | FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld (blue/red/dpa). Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat den bisherigen Sport-Geschäftsführer und Interims-Trainer Detlev Dammeier (43) am Dienstag von seinen Aufgaben im Verein entbunden. Das Training wird bis zum Saisonende der bisherige Co-Trainer Frank Eulberg leiten.

Dammeier wird den Verein nach Klub-Angaben jedoch nicht verlassen, sondern soll zukünftig einen neuen Tätigkeitsbereich beim DSC erhalten. Von 2000 bis 2008 war er Profi beim DSC und absolvierte 168 Partien für Arminia. Seit März 2008 war Dammeier als Sport-Geschäftsführer für den Klub tätig und betreute zusätzlich das Profi-Team seit der Entlassung von Trainer Thomas Gerstner am 11. März 2010. Mit Dammeier hatten die Arminia-Profis in drei Begegnungen zweimal verloren und nur beim 3:0 im Derby gegen den SC Paderborn gewonnen.

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In einer Presseerklärung der Vereins äußert sich Aufsichtsratschef Norbert Leopoldseder: "Wir bedanken uns bei Detlev Dammeier für die geleistete Arbeit. Dennoch sind wir mehrheitlich zu dem Entschluss gekommen, uns im Bereich der sportlichen Leitung neu aufzustellen. Zukünftig sollen Aufgaben und Verantwortungsbereich des Trainers und des Sportgeschäftsführers in einer Stelle gebündelt werden. Eine aus verschiedenen Gremienvertretern sowie dem kaufmännischen Geschäftsführer Heinz Anders bestehende Arbeitsgruppe wird diesbezüglich die weitere Personalplanung vorantreiben."

Middendorps "Co"

Frank Eulberg wird ab sofort bis auf weiteres die Profi-Mannschaft als verantwortlicher Cheftrainer betreuen. Der 47-jährige Inhaber der Fußballlehrer-Lizenz arbeitete in dieser Funktion unter anderem bei Carl Zeiss Jena und Göttingen 05, bevor er Anfang 2007 als Co-Trainer zum DSC kam. Außerdem arbeitete Eulberg mit Ex-Arminia-Coach Ernst Middendorp zuvor als Assistenztrainer bei Tractorsazy Tabriz (Iran) sowie bei den Kaizer Chiefs (Südafrika).

Mit der Zwangsdemission von Dammeier endet ein weiteres unrühmliches Kapitel in der jüngeren Vereinshistorie von Arminia Bielefeld. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte den Klub wegen Verstößen gegen Bestimmungen der Lizenzierungsordnung mit einem Abzug von vier Punkten bestraft und den Verein Mitte März zusätzlich mit einer Geldbuße von 50.000 Euro belegt.

Spätestens danach hatten sich die Ostwestfalen auf eine weitere Saison in der 2. Liga eingerichtet. Eine neue Lizenz ist angesichts der finanziellen Probleme fraglich. Die kommende Spielzeit will der Verein mit einem Etat von 17,4 Millionen Euro angehen. Anders hatte "auf allen Ebenen" einen rigorosen Sparkurs angekündigt.


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Kommentare
Arbeiten sollte man bei Arminia, in einer Abteilung die sich Aufsichtsrat nennt, wird da nicht aufgeräumt mit der "Alten Seilschaft" wo Leopoldseder genauso zu gehört, gibt es keine Stimme für die Veränderung des e.V. ! Ganz einfache Kiste. Man kann nicht den Mitgliedern einen von Strukturreform verkaufen und dabei hinterum alles weiter laufen lassen, das alles (...) hat. Denn genau das wird zur Zeit so gemacht und geplant. KÖPFE müssen rollen vor allem im Aufsichtsrat, der alles von Kentsch abgenickt hat, was dazu geführt hat ,wo wir heute stehen. ++ AUFSICHTSRAT RAUS!!++

Ein Dilemma ist, dass der saubere Herr Kentsch, der den Verein etliche (...) Millionen gekostet hat, seine Finger bei der DFL im Spiel hat. Ich hoffe nicht, dass er bei der Lizenzvergabe Einfluss nehmen kann. In jedem Fall kann man ihn m.E. zu gegebener Zeit und nach genauer Analyse/juristischer Prüfung auf Schadensersatz verklagen (auch die Rolle einiger Aufsichtsratsmitglieder und Vorständler muss durchleuchtet werden). Im Erfolgsfalle würde das zusätzliche Einnahmen für Arminia bedeuten und man wäre ein weiteres Stück von Sonnenkönig Hindrichs unabhängiger. Daran sollte Arminia arbeiten...

@1965....ok dann waren es halt ein paar mehr, dennoch gibst du mir ja in den wesentlichen Punkten recht. Man darf niemandem aus der Stadt einen voirwurf machen, wenn er Fan eines anderen westfälischen traiditionsvereins ist

@Exil-Mainzer!
(...). 3000 Fans waren zu Oberliga/Regionalligazeiten zu Auswärtsfahrten unterwegs. Mit 5000waren wir z.B.in Sölde (wer kennt das noch). IndenHeimspielen hattenwir wohl eher 8-10tsd.Unterstützer. Das Problem liegt hier in den80er und 90er Jahren. Hier sind die Fans der Region zu Schalke und Dortmund abgewandert. Es fehlt also eine ganze Generation der mittelalten Fans. Außerdem: Was hat Arminia denn für Fußball angeboten nach dem Abgang von Rappolder u.von Heesen? Schlechtes Marketing und eine mangelhafte Außendarstellung (Kentsch) haben die Fans abwandern lassen. Wer einmal wie ich beruflich mir Arminia zu tun hatte....wird nachvollziehen, wieso Fans und Sponsoren die Treue kündigen.

Ach und @Elverdisser: Ich bin damals in den 80ern Fußball Fan geworden, da wurde mir von meinen Eltern und ALLEN anderen gesagt arminia ist kein guter verein (bundesliga skandal in den 70ern auch diverse probleme in der oberliga etc.) da geht man dann halt zum BVB und ich denke, da gibt es auch noch einige andere in Bielefeld...;-)) so zehn tausend etwa :-) Dann kamen die 90 er arminia war immer noch regionalligist und spielte vor 3000 zuschauern da frage ich mich doch wo wart ihr da alle ihr angeblichen jahrzehntelang treuen fans...lächerlich!! Erst nach den aufstiegen wart ihr da, und jetzt sind wir mal alle froh, wenn es überhaupt die Lizenz gibt denn nachdem was ich weiß(und das ist nicht soo wenig) ist die ernsthaft in Gefahr



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