Bielefeld. Uli Stein hat sich verspekuliert. Sein Ultimatum, entweder Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier oder ich, fand nicht den erhofften Beifall im Sponsorenkreis des Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld. Diese Art der Bewerbung missfiel den Geldgebern aus der Wirtschaft. Sie zeigten Stein die Rote Karte, der konsequent reagierte und seinen sofortigen Verzicht auf das Präsidentenamt erklärte.
Wieder einmal steckt Arminia in der Klemme. Der Verwaltungsrat, der für die Bestellung des Präsidiums laut Satzung zuständig ist, ist nach dem Rücktritt von vier Mitgliedern derzeit nicht in der Lage, eine Lösungsmöglichkeit zu präsentieren.
Rein rechtlich kann das am 8. Juli einberufene Übergangspräsidium durch die Eintragung ins Vereinsregister die Geschäfte des Vereins theoretisch auf unbestimmte Zeit weiterführen. Dies darf und kann aber nicht die Lösung sein.
Gefordert in diesen schweren Zeiten sind daher die Geldgeber des Vereins. Sie müssen endlich das Ruder übernehmen, um noch Schlimmeres zu verhindern. Schließlich sollten gerade diese Gönner großes Interesse daran haben, dass endlich Ruhe einkehrt – mit einem in alle Richtungen ausgleichenden Präsidenten und einer Mannschaft ihres Vertrauens. Man darf gespannt sein.
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