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24.01.2012
Ex-Armine Ansgar Brinkmann für Welt-Auswahl in Indien
Promis kicken beim Benefiz-Spiel für Erdbeben-Opfer
VON CARMEN PFÖRTNER

Der Ex-Armine Ansgar Brinkmann mit dem Weltklasse-Fußballer Christian Karambeu. | FOTO: NW

Bielefeld/ Kalkutta. 4.500 Meter über Null, die Luftfeuchtigkeit liegt bei 70 Prozent. "Nach zwei Sprints hab\' ich das Gefühl, schon 60 Spielminuten hinter mir zu haben." Und trotzdem macht es ihm Spaß: Ex-Armine Ansgar Brinkmann ist in Indien und kickt mit Weltstars wie Christian Karembeu und der Italien-Legende Paolo Maldini für einen guten Zweck. Das Benefiz-Spiel der so genannten "Welt-Auswahl" fand im Himalaya-Gebirge, im "Paljor-Stadium", statt. Dass die Stars mit 4:7 gegen Sikkim United verloren, war dabei Nebensache.

"Es ist so unglaublich, dabei sein zu dürfen", sagt Ansgar Brinkmann am Telefon gegenüber nw-news.de. Zur Zeit ist er im Hotel in Kalkutta, will sich noch bis Freitag die Stadt anschauen. Das Benefiz-Spiel im Himalaya-Gebirge war eine ganz besondere Erfahrung für ihn. "Das sind hier alles ganz große Namen. Und auch für mich Helden", sagt er und lacht.

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Zusammen mit Ruud Gullit (Europameister 1988) anzutreten, den Ball Paolo Madini (drei Mal Champions-League-Sieger mit dem AC Mailand) zuzupassen, mit dem Franzosen Christian Karambeu (Weltmeister 1998, Europameister 2000) ein Tor zu bejubeln - bleibende Erfahrungen für Brinkmann. Neben dem "weißen Brasilianer" Brinkmann war auch der Ex-Armine und heutige Spielerberater Roland Kopp mit von der Partie. "Das sind alles total interessante Menschen", sagt Brinkmann.

Kicken mit dem Scorpions-Gitarristen

Aber nicht nur Fußball-Promis standen auf dem Feld und haben für einen guten Zwecks gekickt. "Der Motorrad-Weltmeister Tim Trenker war dabei und Rudolf Schenker von den Scorpions hat nicht nur Gitarre, sondern auch Fußball gespielt", erzählt Brinkmann begeistert. Und richtig was los war im Stadion , als der Bollywood-Star Shah Rukh Khan das Spielfeld betrat. "Totaler Ausnahmezustand bei den indischen Fans", sagt Brinkmann.

Info
Mittelfeldspieler Ansgar Brinkmann
  • Brinkmanns Profilaufbahn begann 1987 beim VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga
  • 1990/1991 wechselte er zum Ligarivalen Preußen Münster
  • 1993 unterschrieb er beim 1. FSV Mainz 05
  • Weitere Stationen waren Gütersloh, Verl und Cloppenburg
  • Es folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt, wo Brinkmann 1998 der Aufstieg in die Bundesliga gelang
  • Nach einer Saison in der 1. Liga spielte Brinkmann erneut einige Jahre in der 2. Bundesliga, unter anderem bei Arminia Bielefeld, wo er 2002 die Rückkehr in die 1. Liga feierte.
  • Am 27. März 2009 fand sein Abschiedsspiel in der Bielefelder Schüco-Arena statt.


Stars und Sternchen spielen für einen guten Zweck, denn die Menschen vor Ort bauen ihr Leben gerade wieder neu auf. Vor drei Monaten erschütterte ein Erdbeben der Größenordnung 6,9 die Himalaya-Regionen, am stärksten waren Nepal und Sikkim, ein Bundesstaat von Indien, betroffen. "Die Menschen da oben sind dabei, ihre Häuser und Hütten aufzubauen." Die Zufahrtsstraßen zum Himalaya-Gebirge seien in schlechtem Zustand. "Alleine die Fahrt zum Stadion war ein Abenteuer für sich", erinnert sich Brinkmann. Das gesammelte Geld vom Benefiz-Spiel und der Charity-Gala, die nach dem Spiel stattfand, komme direkt bei den Menschen vor Ort an, heißt es. Brinkmann: "Das wurde mir versichert."

Zurück im Hotel in Kalkutta

Schon einmal stand Brinkmann nach seiner aktiven Bundesliga-Laufbahn für einen guten Zweck auf dem Platz - damals führte ihn die Reise nach Mexiko. Eine Promotion-Agentur habe die Benefiz-Spiele organisiert und auch dieses Mal bei ihm angefragt, ob er dabei sein möchte. "Etwas Gutes zu tun ist der beste Grund für eine solche Reise."

Mittlerweile sind die Stars aber wieder runter vom Berg und zurück im Hotel in Kalkutta. Als ihn der Anruf von nw-news.de erreicht, saß der Fußball-Profi gerade beim Abendessen mit den Kollegen. "Einige reisen schon jetzt wieder ab - ich werde mir noch ein paar Tage die fremde Kultur anschauen." Am meisten fasziniert den früheren Bundesliga-Profi die Bevölkerungsdichte Indiens. "Kalkutta hat mit 14 Millionen Einwohnern fast genauso viele Menschen auf einem Fleck vereint wie das ganze Bundesland NRW." Seine Freundin begleitet den Fußballer bei seiner Reise. "Meine zwei Hunde Hermann und Paul haben leider kein Visum bekommen", sagt er lachend.

Für den Ex-Arminen ist die Reise nach Südostasien eine besondere Erfahrung. "Die Mentalität der Menschen gefällt mir. Sie haben ein echt hartes Leben und haben trotzdem immer ein Lächeln übrig."

Kommentare
@ arminius 67,

Vollbart....ok, kann sein....aber ich habe fasst immer auf seinen ,, Rotzkocher '' ( Pfeife ) geachtet,
sah ja manchmal ulkig aus...

@T-Bone:Du hast seinen Vollbart vergessen ich sehe den Dr.Müller immer noch vor mir mit seiner Pfeife also wenn ich mich richtig erinnere kam er aus Mönchengladbach will mich aber nicht festlegen die NW kann ja mal recherchieren.

@ arminius 67,

da muß ich Dir Recht geben....also arrogant war
er schon gewesen.....unsympatisch....möchte ich hier mal so im Raum stehen lassen.....aber......
mit seiner Pfeife im Mund.....sah er irgendwie süss aus......( Grins )

Kam dieser Dr. Müller nicht aus dem süddeutschen Raum....bevor er auf der Alm ,,anheuerte?'' Möchte mich hier nicht festlegen....

@T-Bone: Sympatisch ? Dieser Dr. Müller war selbstherlich kam sich vor wie ein Sonnenkönig unsympatisch und arrogant. Der könnte jetzt so um die 70 sein.

@leo-armine: Eine sehr gute Idee ich kann mich noch sehr gut an Dr. Norbert Müller erinnern und es wäre eine Herausforderung für die NW Sport-Redaktion !!



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