Oft das häßliche Entlein | |
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1961 gibt die Streisand ihr Off-Broadway-Debüt in der Revue "Another Evening with Harry Stones". Und schon ihr erster Broadway-Auftritt als Miss Marmelstein an der Seite ihres zeitweiligen Ehemanns Elliot Gould in "I Can Get It for You Wholesale" bringt ihr 1963 den Kritikerpreis als Musical-Darstellerin des Jahres ein. 1963 kommt auch ihre erste Langspielplatte heraus. Die Platte ist so erfolgreich, dass sie seinerzeit als jüngste Sängerin mit ihren ersten beiden Grammy Awards - inzwischen sind es acht - ausgezeichnet wird.
Und auch die Rolle der Funny Brice in dem Broadway-Musical "Funny Girl" (1964) wird für die junge Künstlerin zum Triumph. Vier Jahre später gibt sie in William Wylers [Kino-Adaption des Erfolgsstücks ihr Leinwanddebüt, und wieder ist dies ein Meilenstein in ihrer Karriere: Sie erhält den Oscar und den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. Von nun an geht es Schlag auf Schlag: 1965 gewinnt das TV-Special "My name is Barbra" fünf Emmy Awards, eine Schallplatte ist erfolgreicher als die andere. Im Kino ist die Streisand weiter in Muscials zu sehen, später auch in Komödien, so etwa als Dolly Levi in Gene Kellys "Hello Dolly" (1969), als Dummchen Doris in Herbert Ross' Beziehungskomödie "Die Eule und das Kätzchen" (1970).
1972 steht sie an der Seite von Ryan O'Neal in der Komödie "Is' was, Doc?" vor der Kamera, bevor sie 1973 für die Rolle der engagierten Kommunistin Katie Morosky neben Robert Redford in Sydney Pollacks "Cherie Bitter - So wie wir waren" erneut für den Oscar nominiert wird. Als Sängerin Esther Hoffman glänzt sie neben Country-Star Kris Kristofferson in Frank Piersons in die Rockszene verlegtes Remake "A Star Is Born". Der Song "Evergreen" beschert Barbra Streisand ihren zweiten Oscar als erste weibliche Komponistin, die diese Auszeichnung jemals erhält. Schon 1969 hatte sie ein weiteren entscheidenen Schritt in ihrem Künstlerleben gewagt: Zusammen mit Paul Newman und Sidney Poitier gründete sie nach dem Vorbild der United Artists die First Artists Productions. 1972 gründete sie ihre eigene Firma, die Barwood Film.
1983 dann ihr Regiedebüt, das für fünf Oscars nominiert wurde: In "Yentl" (1983) spielt sie eine junge jüdische Frau, die sich als Mann verkleidet, um den Talmud studieren zu können. Der Film gewinnt den Oscar für den besten Originalsoundtrack, Barbra Streisand wird mit dem Golden Globe für die beste Regie ausgezeichnet. Außerdem produziert sie Martin Ritts Gerichtsdrama "Nuts ... Durchgedreht" (1987), in dem sie auch die Hauptrolle übernimmt. Einen weiteren Erfolg feiert sie 1991 als Regisseurin, Co-Produzentin und Hauptdarstellerin in dem Psychiater-Drama "Herr der Gezeiten". Barbra Streisand spielt hier eine New Yorker Psychiaterin, die durch eine Familie in ein Netz von dunklen Geheimnissen verstrickt wird. Der Film wurde für mehrere Oscars nominiert, nur nicht für die beste Regie. Grund genug für die Streisand, wegen angeblicher Diskrimnierung zu protestieren.
1995 spielte Barbra Streisand in ihrer Regiearbeit "Liebe hat zwei Gesichter" an der Seite von Jeff Bridges und Lauren Bacall. Neben ihrer Filmkarriere veröffentlichte sie auch immer wieder neue Platten und war auf äußerst erfolgreichen Konzerttourneen zu sehen. 2004 sah man sie nach längerer Leinwand-Abstinenz in der Komödie "Meine Frau, meine Schwiegereltern und ich". Und sechs Jahre später folgte ein Auftritt in der Fortsetzung "Meine Frau, unsere Kinder und ich". Als nervige Mutter sah man sie schließlich 2013 in der Komödie "Unterwegs im Mum" (2012) in den Kinos.