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Keiner ist so schön wortkarg, verkniffen und erbarmungslos cool wie er. Clint Eastwood zählt zu den wenigen Schauspielstars, deren Namen auf dem Kinoplakat in der Regel genügen, um die Kassen klingeln zu lassen. Aber die Schauspielerei ist nur eine Seite seines Welterfolgs. Bis zu seinen Auszeichnungen als Regisseur (unter anderem für den oscarprämierten Western "Erbarmungslos", 1992) blieb lange unbeachtet, dass Eastwood seit 1971 sowohl als Regisseur und seit 1982 auch als Produzent bemerkenswerte Erfolge verzeichnet.
2005 gelang Eastwood ein ganz großer Triumph mit seinem Boxerdrama "Million Dollar Baby". Bei der Oscarverleihung erhielt sein Werk die Trophäe als bester Film und Eastwood als bester Regisseur - und das gegen Scorseses gefeiertes Biopic "Aviator". Darüber hinaus gab's den Preis für die beste weibliche Hauptrolle (Hilary Swank) und für die beste männliche Nebenrolle (Morgan Freeman). 2006 schließlich folgte das Kriegsdrama "Flags of Our Fathers", dem er noch im gleichen Jahr das oscarnominierte "Letters From Iwo Jima" entgegensetzte - den Krieg aus japanischer Sicht. Dafür erhielt er 2007 den Golden Globe für den besten nichtenglischsprachigen Film.
Der Kinogänger aber kennt in erster Linie den hager-drahtigen, 1,93 Meter großen Leinwandstar: Faltenzerfurchtes Gesicht, zusammengekniffene Augen, Stoppelbart, angekauter Tabakstengel, Fransenjacke oder grobes Tweedsakko. Sogar Krawatte ist dem Agenten erlaubt, nur ungebügelt muss sie ausschauen. Auf keinen Fall glatt. So kennt und liebt ihn sein Publikum aus ungezählten Western und Polizeifilmen. Seinen internationalen Durchbruch feierte der ehemalige Gelegenheitsarbeiter, Bademeister und US-Army-Ausbilder nach einigen B-Movies, darunter einige für Jack Arnold, und den Serien "Maverick" und "Tausend Meilen Staub" in drei Italo-Western von Sergio Leone: "Für eine Handvoll Dollar" (1964), "Für ein paar Dollar mehr" (1965) und "Zwei glorreiche Halunken" (1966) – später auch unter dem Namen "Paella-Trilogie" bekannt.
Wieder in den USA, gründete Eastwood seine eigene Produktionsfirma "Malpaso" mit der er sich 1967 durch den Western "Hängt ihn höher" (1967, Regie: Ted Post) erfolgreich als Co-Produzent einführte. In Zusammenarbeit mit Regisseur Don Siegel entstanden unter anderem die Filme "Coogans großer Bluff" (1968) und - ein weiterer Meilenstein in Eastwoods Filmschaffen - der Polizeifilm "Dirty Harry" (1971). Im selben Jahr gab Eastwood mit "Sadistico" sein Regiedebüt. Im Mittelpunkt von "Dirty Harry" steht Inspektor Harry Callahan, bewaffnet mit einer 44er Magnum. Ein Mann, der im Auftrag von Recht und Ordnung nach der Devise handelt: Töten oder getötet werden. Ein neuer Mythos war geboren. Der stoppelbärtige Westernheld agierte nun im Dschungel der Großstadt - insgesamt fünf Filme lang. Die Reihe um den resoluten Inspektor wurde mit "Dirty Harry II", "Dirty Harry III - Der Unerbittliche" (1976), "Dirty Harry kommt zurück" (1983) und "Dirty Harry V - Das Todesspiel" (1988) fortgesetzt.
Clint Eastwood gelangen seit den späten Siebzigerjahren in schöner Regelmäßigkeit immer wieder Kinoknüller: "Der Texaner" (1975), "Flucht von Alcatraz" (1979, Regie: Don Siegel), "Der Wolf hetzt die Meute" (1984), "Pale Rider - der namenlose Reiter" (1985), "Bird" (1987), das Filmporträt des Jazzmusikers Charlie Parker, Wolfgang Petersens Bodyguard-Thriller "In the Line of Fire - Die zweite Chance" (1993) und die Bestseller-Verfilmung "Absolute Power" (1996).
[Clint Eastwood - Seine Karriere in Bildern
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Foto: Warner Bros.