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Gerade einmal 15 Jahre alt und ermuntert von Nastassja Kinski, entschließt sich Demi Moore, Schauspielerin zu werden und nimmt sich einen Agenten. Der bringt sie in Europa als Fotomodell unter. Wieder in den USA, kommt Demi Moore auch an kleine TV-Rollen. Schließlich spielt sie - begünstigt durch ihr attraktives Äußeres - zwei Jahre lang die Jackie Templeton in der US-Krankenhaus-Soap "General Hospital" (1980/81).
Winzige Nebenrollen in "Choices" (1981) und "Küss mich Doc" (1982) bedeuten ihre ersten Schritte ins Kinogeschäft. Es folgen eine unbedeutende Hauptrolle in dem Horror-Streifen "Parasite" (1982) und ein Auftritt als frühreifes Töcherchen von Michael Caine in der Komödie "Schuld daran ist Rio" (1984). Tatsächlich "Eine starke Nummer" (1984) ist ihre Rolle der Traumfrau und Popsängerin in der Happy-End-Komödie von Jerry Schatzberg. Doch erst mit der Darstellung der hektischen jungen Lady Juliana "Jules" Van Patten in "St. Elmo's Fire - Die Leidenschaft brennt tief" (1985) liefert sie eine bemerkenswerte Leistung ab. Moore spielt eine lebenshungrige junge Frau, die sich nach außen toller gibt, als es in ihrem Innenleben entspricht und so auf einen Nervenzusammenbruch hinsteuert. Ihre kurzzeitige Verlobung mit dem Schauspieler Emilio Estevez und ihre Ehe mit Bruce Willis (1987-2000) haben in der Folgezeit nicht viel daran ändern können, dass die Filme mit ihr häufig als zweitklassig eingestuft werden.
Trotzdem bieten einige Produktionen nicht immer gute Unterhaltung: Der Okkult-Thriller "Das siebte Zeichen" (1988, mit Jürgen Prochnow) war ziemlich öde. Im Gegensatz zu dem Kino-Hit "Ghost - Nachricht von Sam" (1990, mit Patrick Swayze und Whoopi Goldberg), dem Krimi "Tödliche Gedanken" (1991) oder die Fantasy-Satire "Valkenvania" (1990).
In dem Army-Gerichtsfilm "Eine Frage der Ehre" (1992) unterstützt Demi Moore als selbstbewusster weiblicher Commander JoAnne Galloway Tom Cruise gegen Jack Nicholson. 1993 schließlich macht ihr Robert Redford als Milliardär "Ein unmoralisches Angebot". In "Striptease" (1996) dagegen zeigt Demi Moore einmal mehr ihre Reize. Die Kritik ließ sich davon nicht blenden. Demi Moore spielte den kurzgeschorenen weiblichen Navy-SEAL-Elite-Soldaten Lieutenant Jordan O'Neil in Ridley Scotts unsäglichem Militärdrama "Die Akte Jane" (1997) und eine kleinen Gastrolle in Woody Allens "Harry außer sich" (1997).
Außerhalb des Filmgeschäfts sorgte Demi Moore mit einigen Romanzen und mit freizügigen Fotos, u. a. als Schwangere im achten Monat, für Schlagzeilen. Demi Moore, deren Filmgagen schwindelerregende Höhen erreicht haben, ist Mutter von drei Kindern: Rummer Glenn, Scout Larue und Tallulah Belle.
Weitere Filme mit Demi Moore: "Nochmal so wie letzte Nacht", "Wisdom" (beide 1986), "Wir sind keine Engel" (1989), "Der Mann ihrer Träume" (1991), "Enthüllung" (1994), "Der scharlachrote Buchstabe", "Now And Then - Damals und heute" (beide 1995), "Nicht schuldig" (1996), "Austin Powers", "Haus der stummen Schreie" (beide 1997), "Tiefe der Sehnsucht" (2000), "3 Engel für Charlie - Volle Power" (2003), "Bobby", "Flawless - Ein tadelloses Verbrechen" (beide 2006), "Mr. Brooks - Der Mörder in dir" (2007), "Der große Crash - Margin Call" (2010), "LOL" (2012).
Foto: ZDF