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Sie ist die Tochter einer englischen Schauspielerin und eines iranischen Filmproduzenten. So lag es nahe, dass sie auch in diesem Metier landen würde. Gabrielle Anwar studierte Tanz und Drama in London, danach landete sie zunächst in einigen TV-Serien bei der BBC. In "Press Gang" (1988) gehörte sie zum festen Serienpersonal. Ihr Kinodebüt gab sie 1988 in "Manifesto" von Dusan Makavejev mit Alfred Molina und Eric Stoltz. Zuschauer erinnern sich vielleicht auch an ihre Prinzessin Ada in dem Abenteuer "Das Geheimnis des schwarzen Dschungels" (1990). Doch die Aufmerksamkeit der Filmwelt zog Gabrielle Anwar erst 1992 nachhaltig auf sich, als sie in "Der Duft der Frauen" von Martin Brest die markante Tanzszene mit Al Pacino spielte.
Dieser Auftritt brachte ihr viele Rollen ein. Doch Abel Ferraras durchaus interessante und suggestiv unheimliche Neuverfilmung von "Body Snatchers" (1992) wurde an der Kasse ein katastrophaler Misserfolg, "Ein Concierge zum Verlieben" (1993) mit Michael J. Fox war eine schlecht geschriebene Komödie, in der sich Regisseur Barry Sonnenfeld ganz vergeblich immerhin um interessante Bild-Ideen bemühte.
Im selben Jahr spielte Gabrielle Anwar in der stargespickten Neuverfilmung von "Die drei Musketiere" von Stephen Herek neben beinahe der gesamten Jung-Garde Hollywoods: Chris O'Donnell, Kiefer Sutherland, Oliver Platt, Julie Delpy, Rebecca De Mornay und anderen Stars wie Tim Curry. In diesem Rahmen blieb Gabrielle Anwar wenig Gelegenheit, sich als Queen Anne zu profilieren.
1995 sah man sie in "Das Leben nach dem Tod in Denver" von Gary Fleder. Die ironische Gangstergeschichte in "Pulp Fiction"-Stil zeigte sie wieder in bester Stargesellschaft; mit dabei waren Andy Garcia, Christopher Lloyd, Steve Buscemi, Christopher Walken und viele andere. Doch auch dieser Film brachte nicht die erhoffte Star-Power, und damit wurden die Rollenangebote für Gabrielle Anwar auch wieder uninteressanter.