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Ab 1998 spielte sie dann am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo Nina unter anderem in Albert Ostermaiers "Death Valley Junction" (2000) und in "Jeff Koons" (1999) von Rainald Goetz mitwirkte. Die Margaretha di Napoli verkörperte sie darüber hinaus 1999 in Tom Lanoyes und Luk Percevals Zwölfstunden-Mammut-Drama "Schlachten!", dass das Regieduo nach den Rosenkriegen von William Shakespeare für die Salzburger Festspiele inszenierten. Das Spektakel eröffnete auch die 100. Spielzeit im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo sie 2000 auch die Udine in "Nachtschicht", ein theatraler Liederabend von Franz Wittenbrink, gab.
Im September 2001 folgte der erneute Wechsel: Nina Kunzendorf ging als festes Ensemblemitglied an die Münchner Kammerspiele. Man sah sie in der Tragödie "Alkestis" von Euripides (2001-2004), in "Mittagswende" (2004-2006) von Jossi Wieler und in "Die Zehn Gebote" (2005-2007) nach den Geschichten und Filmen "Dekalog 1-10" der polnischen Filmemacher Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Piesiewicz. Darüber hinaus spielte sie in "Miss Sara Sampson" (2003-2004), "Anatomie Titus - Fall of Rome" (2003-2005) und "Mittagswende" (2004-2006).
Seit 1992 ist Nina Kunzendorf auch regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Nach ihrem TV-Debüt in Yilmaz Arslan Gesellschaftsdrama "Langer Gang" (1992) folgte allerdings erst eine zehnjährige Ruhepause, bis sie Regisseur Jo Baier als lebenslustige junge Frau für sein gefeiertes Nachkriegsdrama "Verlorenes Land" an der Seite von Martina Gedeck verpflichtete. Nina Kunzendorf erspielte sich viele Sympathien, so dass sie nun sehr oft besetzt wurde: Ulrich Stark holte sie für seinen Thriller "Treibjagd" (2002) vor die Kamera, ihr Filmpartner war Heiner Lauterbach. Und Margarethe von Trotta setzte sie neben Katja Riemann und Maria Schrader in ihrem reichlich überschätztem Drama "Rosenstrasse" (2003) in Szene.
Als vermeintliche Mörderin sah man sie im Folgejahr in Dominik Grafs Krimi "Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel", bevor sie - erneut unter der Regie von Jo Baier - in dem gefeierten Dokumentarspiel "Stauffenberg" die Ehefrau des Titelhelden alias Sebastian Koch gab. Klasse war auch das Drama "Marias letzte Reise“ (2004). Mit Jan Josef Liefers spielte sie danach in Matti Geschonnecks ausgezeichnetem Drama "Die Nachrichten" und Dieter Pfaff war in der Krimi-Episode "Sperling und die Katze in der Falle" (2005) ihr Partner.
Weitere Filme mit Nina Kunzendorf: "Hochzeitstag" (Kurzfilm, 2001), "Schimanski: Das Geheimnis des Golem" (2003), "Nette Nachbarn küsst man nicht", "Hurenkinder" (beide 2006), "Guten Morgen, Herr Grothe", "Angsthasen" (beide 2007), "Tatort - Neuland", "Entführt" (2009), "Bis nichts mehr bleibt", "Wiedersehen mit einem Fremden" (alle 2010), "Tatort - Der Tote im Nachtzug", "Liebesjahre" (beide 2011), "Tatort - Es ist böse", "Blaubeerblau", "Tatort - Im Namen des Vaters" (alle 2012), "Tatort - Wer das Schweigen bricht" (2013).
Foto: HR/Johannes Krieg